Sport : Nachrichten

Stéphane Lambiel wurde zwar nur Zweiter, doch kein anderer Eiskunstläufer dreht so schöne Pirouetten wie er

-

Es war nicht seine Landeshymne, die der Schweizer Stéphane Lambiel hörte, sondern die russische, und Gold hatte er auch nicht gewonnen, sondern Silber. Trotzdem liefen dem Eiskunstläufer die Tränen in Sturzbächen über das Gesicht, als er neben dem großen Jewgeni Pluschenko auf dem olympischen Siegerpodest stand. „Ich bin der erste Schweizer, der das geschafft hat, es berührt mich sehr“, sagte der 20-Jährige aus Martigny. Lambiel war in Turin zwar weit davon entfernt, den unglaublichen Pluschenko gefährden zu können. Die Sprünge des Schweizers sind noch nicht so perfekt wie die des drei Jahre älteren Olympiasiegers aus St. Petersburg. Aber immerhin ist Lambiel der einzige aktive Läufer, der in Sachen Ausstrahlung an den Meister heranreicht. Niemand dreht Pirouetten so schnell und originell wie Lambiel. Und obwohl er den Axel nur doppelt sprang und trotz einiger Wackler bekam er hohe Wertungen. In seiner Heimat ist Lambiel schon seit der WM 2005 ein Star. In Moskau war er als erster Schweizer Weltmeister im Eiskunstlauf geworden. Allerdings fehlte Pluschenko dort aufgrund einer Verletzung. „Man kann Pluschenko schlagen“, meint Lambiel, „allerdings weiß im Moment niemand so genau wie.“ Da der Russe nicht zurücktreten will, wird Lambiel hart an seinen Sprüngen arbeiten müssen. Aber auch als Zweitbester der Welt wird er das Publikum weiter verzaubern – mit seinem Charisma und seinen wunderbaren Pirouetten. cm

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben