Sport : Nachspiel: Der Abstiegsnebel

Benedikt Voigt

Es soll Menschen geben, die Nebel für ein natürliches Phänomen halten. Wenn mal wieder ein Grauschleier die Sicht versperrt, können Hobby-Metheorologen sogar bestimmen, um was für eine Art von Nebel es sich handelt. Als da wären: Der Abkühlungsnebel (entsteht durch die Abkühlung feuchter Luft bis zum Tau- oder Reifepunkt), der Mischungsnebel (entsteht durch Mischung von feuchtwarmer und kalter Luft) und der Verdunstungsnebel (entsteht bei der Zunahme des Wasserdampfgehaltes der Luft durch Verdunstung). Nun gibt es noch ein Phänomen, das die Nebelforschung bisher nicht beachtet hat und nur Fußballfreunden bekannt ist: der Abstiegsnebel.

Hierbei mischt sich der Angstschweiß, abstiegsbedrohter Fußballspieler mit dem Schweiß, der beim Aufwärmen und Spielen entsteht. Dieser warme Dampf vermischt sich mit der kalten Luft, die gegenwärtig nächtens vorhanden ist. Nun leuchten auch die Verhältnisse bei den vergangenen drei Abendspielen ein: Kein Nebel bei Bayern gegen Leverkusen, es spielte ja auch kein Abstiegskandidat. Ziemlich viel Nebel, aber noch bespielbare Verhältnisse beim Pokalspiel 1860 München gegen den VfL Bochum. Es spielten zwar zwei Abstiegskandidaten, aber es ging nicht um Bundesligapunkte. Es fehlte an Angstschweiß. Und Unterhaching gegen Bremen? Spielabsage.

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