Sport : Nachspiel: Präventive Maßnahme

Heute machen wir mal ein kleines Quiz. Erste Frage: Wie heißt der Präsident von Schalke 04? A: Rudi Assauer? B: Günter Siebert? C: Charly Neumann? Oder D: Gerhard Rehberg? Hm, schwierig, schwierig. Die richtige Antwort lautet - D. Gerhard Wer?

Rehberg. R-E-H-B-E-R-G. Ehrlich. Dass kaum jemand den Präsidenten von Schalke kennt, der offiziell als "Vorsitzender des Vorstands" fungiert, ist vermutlich das deutlichste Zeichen dafür, dass aus dem einstigen Skandalklub ein seriöses Unternehmen geworden ist. Was Rehberg sagt, interessiert im Zweifel niemanden. Deshalb darf er auch in der Stadionzeitschrift des S04 sein Bedauern darüber äußern, dass sein Klub aus der Champions League ausgeschieden ist. Der Mann hat eben keine Ahnung vom Fußball.

In Wirklichkeit konnte den Schalkern gar nichts Besseres passieren, als sich aus dem Europapokal zu verabschieden. Es wird ihnen eine Menge Ärger ersparen. Mannschaften, die wie Schalke von einer Laune des Schicksals in die Champions League geschubst wurden, sind damit selten glücklich geworden. Siehe Hertha vor zwei Jahren. Oder den HSV vorige Saison. Die vielen Millionen und die aufregenden Spiele gegen InterJuveArsenal sind nur mangelhafte Entschädigung für den folgenden Liga-Einheitskick und die systemimmanenten Niederlagen gegen den SC Energie Unterhaching.

Die Schalker wissen das aus eigener Erfahrung. Ihren größten Erfolg - den Uefa-Cup-Sieg 1997 - bezahlten sie in der Bundesliga mit einem Absturz von Platz drei auf zwölf. Ein ähnliches Schicksal droht ihnen diesmal nicht. Die Schalker können sich jetzt ganz auf die Liga konzentrieren. Um im nächsten Jahr wieder in der Champions League zu spielen.

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