Nachwuchssportler des Monats September : Lisa Kwayie

In unserer Rubrik stellen wir Ihnen regelmäßig den Berliner Nachwuchssportler des Monats vor. Diesmal wird die September-Gewinnerin gekürt: die 17 Jahre alte Leichtathletin Lisa Kwayie.

von
Bei der Junioren-WM holte Lisa Kwayie mit der deutschen 4 x 100 Meter Staffel Bronze.
Bei der Junioren-WM holte Lisa Kwayie mit der deutschen 4 x 100 Meter Staffel Bronze.Foto: Imago/Beautiful Sports

Von ihrem Sportler-Glück und ihrer Begabung musste Lisa Kwayie erst überzeugt werden. Nachdem sie ihm in Grundschulwettkämpfen aufgefallen war, versuchte sie ihr Lehrer in einen Leichtathletik-Verein zu lotsen. „Am Anfang war ich nicht begeistert, aber er hat nicht locker gelassen“, erinnert sich die 17-Jährige. Schließlich schloss sich Kwayie doch den Neuköllner Sportfreunden an, im Alter von zwölf Jahren begann sie, ernsthaft zu trainieren. „Es war schnell klar, dass ich eine Sprinterin werde. Wir haben auch Weitsprung versucht, ich konnte meine Schnelligkeit aber nie so wirklich in gute Sprünge umsetzen“, sagt die Berlinerin, die in Ghana geboren wurde und mit drei Jahren nach Neukölln kam.

Weitsprung ist längst kein Thema mehr bei Lisa Kwayie, die Sprintstrecken sind ihr Zuhause. Bei den deutschen Juniorenmeisterschaften im August gewann sie Silber über 100 Meter und Bronze über 200 Meter. Zurzeit trainiert sie für die Hallen-Saison, ihr Höhepunkt 2015 soll die Junioren-Europameisterschaft in Eskilstuna (Schweden) werden. Dafür trainiert sie fünf bis sechs Mal pro Woche, ihr Alltag besteht aus „Schule, Training, schlafen“, wie sie sagt. Ihr Ziel ist es, den Sprung aus dem Juniorenbereich zu den Erwachsenen zu schaffen. „Ich möchte mich später auch bei den Frauen beweisen und durchsetzen“, sagt sie. Bei der Junioren-WM in Eugene im US-Bundesstaat Oregon ist ihr mit der deutschen 4 x 100-Meter-Staffel bereits eine kleine Sensation gelungen: Hinter den Sprintnationen USA und Jamaika holte das deutsche Quartett Bronze. „Mit einer Medaille haben wir niemals gerechnet“, sagt sie. „Die USA und Jamaika sind einfach schneller als wir, das muss man schon sagen. Aber unsere Stärke waren die Wechsel.“

In dieser Hinsicht besteht für Läuferinnen wie Lisa Kwayie eindeutig Bedarf: Bekanntermaßen schied die Sprintstaffel der deutschen Frauen bei der Erwachsenen-EM in Zürich durch einen Wechselfehler aus.

Alle vier Wochen stellen wir hier den Berliner Nachwuchssportler des Monats vor. Mehr Informationen zur Wahl: www.tagesspiegel.de/nachwuchssportler.

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben