Sport : Nächste Rettung für die Capitals

cv

Montag vor einer Woche hat die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) den Capitals aus wirtschaftlichen Gründen die Lizenz entzogen. Trotz dieser Hypothek und trotz der drohenden Eröffnung eines Insolvenzverfahrens macht einmal mehr die Kunde von der Rettung des mit rund 3,6 Millionen Euro verschuldeten Klubs die Runde. Tatsache ist, dass eine Investorengruppe die Capitals kaufen will.

Schon vor einigen Wochen hatten die Interessenten Egon Banghard, mit über 97 Prozent Hauptgesellschafter der Capitals, ein Kaufangebot unterbreitet. Der Mäzen sollte seinen Klub für einen Euro abgeben. Vor dem Lizenzentzug sperrte sich Banghard dagegen. Nun soll aber laut Aussage eines Vertreters der Investorengruppe Bewegung in die Unterredungen gekommen sein. "Wir haben mit Herrn Banghard auf sehr fairer Basis verhandelt", sagt der Herr, der nicht genannt werden möchte. "Uns ist es allerdings nicht recht, dass die Angelegenheit an die Öffentlichkeit getragen wurde. Noch ist nichts entschieden."

Allerdings naht wohl der Moment der Entscheidung. Wobei sich für die am Kauf der Capitals Interessierten einige Probleme auftun. Zunächst müssten einige Darlehensgeber der Capitals auf ihre Forderungen von 690 000 Euro verzichten. Zudem ist keinesfalls klar, dass die Capitals nach einer Entschuldung ihre Lizenz zurückerhalten würden. Der Gang vor das Schiedsgericht der DEL ist für die Berliner beschwerlicher Natur und kostet 15 000 Euro. Ferner drohen die Capitals auch noch ihre Lizenz auf sportlichem Wege zu verlieren: In der nach dem Modus "Best-of-seven" gespielten Abstiegsrunde steht es zwischen den Capitals und Schwenningen 1:1. Heute empfangen die Berliner im dritten Spiel der Play-downs die Wild Wings in der Deutschlandhalle (Spielbeginn 19.30 Uhr).

0 Kommentare

Neuester Kommentar