Sport : Nächster Schock

Kanadischer Skicrosser nach Sturz gestorben.

Grindelwald - Zwei Monate nach dem Tod von Sarah Burke muss die Ski-Szene einen neuen Schock verkraften. Der kanadische Skicrosser Nik Zoricic ist nach einem schweren Sturz beim Weltcup im schweizerischen Grindelwald gestorben. Das teilte der ausrichtende Schweizer Skiverband am Samstag mit. Der 29-Jährige war nach einem Sprung kurz vor dem Ziel ungebremst in einen Fangzaun geprallt, hatte sich überschlagen und blieb regungslos liegen.

„Trotz Reanimation erlag Zoricic um 12.35 Uhr seinen Verletzungen, es muss von einem schweren Schädel-Hirntrauma ausgegangen werden“, schrieb Swiss-Ski in einer Mitteilung. Nach dem schweren Unfall wurden die Weltcuprennen am Samstag und Sonntag abgesagt.

Für die kanadischen Freestyler ist es der zweite schwere Schicksalsschlag binnen zwei Monaten. Mitte Januar war die Halfpipe-Weltmeisterin Sarah Burke nach einem schweren Trainingssturz gestorben. „Da geht einem nicht viel durch den Kopf außer Trauer und Bestürzung“, sagte der hörbar mitgenommene deutsche sportlicher Leiter, Heli Herdt. Das Sicherheitsnetz stand seiner Meinung nach aber nicht zu nah an der Strecke. „Es war eine Verkettung unglücklicher Umstände“, meinte Herdt. An dem Achtelfinallauf von Zoricic nahm auch der deutsche Thomas Fischer teil, er war jedoch nach einem Fehler schon zuvor weit zurückgefallen.

Im Alter von fünf Jahren wanderte der in Sarajevo gebürtige Zoricic mit seiner Familie nach Toronto aus. Zwischen 2003 und 2005 startete er bei vier alpinen Weltcuprennen, seit August 2008 trat er im Freestylebereich an. Zuletzt stand er im Januar als Dritter beim Weltcup in Les Contamines auf dem Podest.

„Es ist so ein trauriger Tag für den Skicross. Unsere Gedanken und Gebete sind bei Nicks Familie, dem kanadischen Skicrossteam und der gesamten Skicrossfamilie“, teilte die britische Skicross-Mannschaft auf Facebook mit.dpa

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