Sport : Nächster TeBe-Gegner mit neuem Trainer

"Feuerwehrmann" Dragoslav Stepanovic soll die stark abstiegsbedrohten Stuttgarter Kickers vor dem Sturz in die Regionalliga retten. Der Tabellenvorletzte der Zweiten Fußball-Bundesliga verpflichtete den gebürtigen Serben am Dienstag bis zum Saisonende als neuen Trainer. "Es ist noch Leben in der Truppe, doch die Situation ist nicht leicht", sagte Stepanovic bei seinem Amtsantritt. "Wir haben die Lösung gefunden, die Erfolg versprechend ist. Schließlich kann ihm keiner vorwerfen, dass er nur bei Germania Stuttgart gespielt hat", erklärte Kickers-Präsident Axel Dünnwald-Metzler bei der Vorstellung des 51-jährigen Wunschkandidaten mit einer Spitze in Richtung des bisherigen, unerfahrenen Trainers Michael Feichtenbeiner.

Stepanovic leitete bereits gestern das Training. Der 36-malige jugoslawische Nationalspieler tritt die Nachfolge Feichtenbeiners an, der am Sonntag nach dem 1:2 der Kickers beim VfL Bochum beurlaubt worden war. "Wir müssen jetzt sofort die schwarze Serie beenden und dürfen den Anschluss an die Nichtabstiegszone nicht verpassen", betonte der frühere Bundesligacoach von Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen. Die "Blauen" aus Stuttgart-Degerloch, die in den vergangenen 13 Punktspielen nur einmal gewinnen konnten, haben schon sieben Punkte Rückstand bis zum rettenden Ufer.

Mit viel Lob will "Stepi" den Spielern neues Selbstvertrauen einflößen. "Die Mannschaft weiß gar nicht, welches Potenzial in ihr steckt", sagte Stepanovic. Er hatte zuletzt den Nordost-Regionalligisten VfB Leipzig trainiert, sich von dem in Zahlungsschwierigkeiten geratenen Klub aber nach nur fünf Monaten wieder getrennt. Seinen größten Erfolg als Trainer feierte "Stepi" 1993, als er mit Leverkusen DFB-Pokalsieger wurde. Als Spieler stand er bei Roter Stern Belgrad, Eintracht Frankfurt und Manchester City unter Vertrag. Die Kickers hoffen nun, mit Stepanovic den zweiten Abstieg in die Drittklassigkeit nach 1994 verhindern können. Schon das Heimspiel am Freitag gegen Tennis Borussia hat vorentscheidenden Charakter.

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