Sport : Nahe am Debakel

Alba verliert in der Europaliga 80:93 gegen Valencia

Benedikt Voigt

Berlin. Alba Berlin konnte sich gestern freuen, dass sich rund 100 spanische Basketball-Fans in einer Chartermaschine auf den langen Weg nach Berlin gemacht hatten. So sah die Max-Schmeling-Halle beim Europaligaspiel gegen Pamesa Valencia nicht ganz so leer aus. Für die mit orangenen Schals und Fächern bewaffneten spanischen Zuschauer hatte sich die Reise gelohnt, denn Alba verlor gegen ihr Team mit 80:93 (44:50) – die achte Niederlage der Berliner im zehnten Europaligaspiel.

Für Alba geht es sportlich um nichts mehr, allerdings will sich der Klub in den restlichen Spielen ehrenhaft von der europäischen Bühne verabschieden. Nur 4629 Zuschauer wollten das gestern noch sehen. Im ersten Viertel gelang das den Berlinern recht gut. Nach einem 2:6-Rückstand gingen sie dank des treffsicheren Vladimir Petrovic in der 8. Minute mit 21:17 in Führung. Der Jugoslawe erzielte insgesamt 34 Punkte. Auch im zweiten Viertel führte Alba kurz (27:24), doch dann wendete eine 0:10-Serie das Spiel.

Wieder einmal gelang es Alba in der Defensive nicht, die Spielzüge des Gegners zu stoppen. 50 Punkte hatte Valencia bereits zur Pause erzielt. Je zwölf davon dank Jose Antonio Paraiso und Antoine Rigaudeau, der in der vergangenen Saison einige Monate beim NBA-Klub Dallas Mavericks auf der Ersatzbank sitzen durfte.

Mit sechs Zählern Rückstand startete Alba in die zweite Hälfte, doch zwei Fehlpässe von DeJuan Collins und Vladimir Petrovic ließen den Abstand sofort auf zehn Punkte anwachsen. Fortan gelang den Berlinern in der Offensive nur noch wenig. Aufbauspieler Collins leistete sich sogar sieben Ballverluste. Bald lag Alba klar 51:65 im Rückstand und daran änderte sich auch im letzten Viertel nicht mehr viel.

Alba musste sogar aufpassen, dass das Spiel vor eigenen Fans nicht zu einem Debakel geriet. 58:77 lagen die Berliner in der 32. Minute zurück, später betrug der Rückstand kurzzeitig sogar 20 Punkte. Nun ging es wirklich nur noch um die Ehre. Und um schöne Spielzüge, wie jenen Alley-oop-Dunking von Fabricio Oberto nach Pass von Antoine Rigaudeaux. Da klatschten sogar die Berliner Zuschauer. Ihr Team hatte ihnen ja nicht viele Gelegenheiten dazu geboten.

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