Sport : Nationalelf: DFB holt Skibbe als Assistent Völlers

Die Verpflichtung von Michael Skibbe als Assistent von Teamchef Rudi Völler ist perfekt. Am Donnerstag meldete der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den Vollzug der Personalfrage, die sich bereits seit Tagen abzeichnete. Der 34-jährige Skibbe wird "bis zum Amtsantritt des künftigen Bundestrainers Christoph Daum am 1. Juni 2001 als verantwortlicher Trainer der A-Nationalmannschaft mit Teamchef Rudi Völler zusammen arbeiten", teilte der DFB in einer Erklärung mit. Das weitere Aufgabengebiet für Skibbe, der beim DFB einen Vertrag bis zum 30. Juni 2004 erhält, soll zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden. Voraussichtlich aber wird er den Nachwuchsbereich beim DFB koordinieren.

Bereits am Donnerstagabend begaben sich Völler und Skibbe auf die erste gemeinsamen Dienstreise zum Ligapokal-Spiel zwischen dem TSV 1860 München gegen den 1. FC Kaiserslautern, um mögliche Kandidaten für das DFB-Team unter die Lupe zu nehmen. "Michael Skibbe war mein Wunschkandidat. Es ist auch erfreulich, dass meine Vorstellungen rechtzeitig in der Vorbereitung auf das erste Saison-Länderspiel am 16. August gegen Spanien in Hannover umgesetzt werden konnten", sagte Völler. Vorangegangen war ein Gespräch zwischen Völler, Skibbe sowie DFB-Vizepräsident Gerhard Mayer-Vorfelder und Liga-Direktor Wilfried Straub. "Nach der Verpflichtung von Christoph Daum haben wir nun eine Antwort darauf gefunden, wer Teamchef Rudi Völler begleitet", sagte Mayer-Vorfelder. Der DFB-Vizepräsident hatte nach dem Rücktritt von Erich Ribbeck den Auftrag erhalten, die Trainer-Frage zu klären.

Zwar steht Skibbe noch in einem Vertragsverhältnis mit Borussia Dortmund, der DFB rechnet jedoch "auf Grund der geführten Gespräche mit einer Zustimmung" des Klubs für eine vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Skibbe, der in seiner aktiven Zeit für den FC Schalke 04 und bei der SG Wattenscheid 09 spielte, machte sich in Dortmund als Jugendtrainer und Nachwuchs-Koordinator einen guten Namen. Glücklos verlief indes in der vergangenen Saison seine Verpflichtung als Cheftrainer der Bundesliga-Mannschaft. Im Februar dieses Jahres trat er auf Grund anhaltender Erfolgslosigkeit von dem Posten zurück.

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