Nationalelf : DFB nimmt Frankreichs Kaderschmiede unter die Lupe

Bundestrainer Joachim Löw besichtigt das französische Fußball-Leistungszentrum nahe Paris. Gemeinsam mit seinem Managerteam will er die Arbeit der Franzosen begutachten. Der DFB erwägt indes, auch ein eigenes Fußball-Zentrum zu gründen.

HamburgJoachim Löw treibt die Überlegungen für ein DFB-Leistungszentrum voran. Mit einer hochrangigen Verbandsdelegation besucht der Bundestrainer für drei Tage das französische Fußball-Zentrum in Clairefontaine nahe Paris, das als Vorbild für eine deutsche Kaderschmiede dienen könnte. "Wir werden uns anschauen, wie das Leistungszentrum des Französischen Verbandes ausgestattet ist, wie hier gearbeitet wird und welche Erfahrungen die sportliche Leitung des Verbandes mit dieser zentralen Institution bislang gemacht hat", sagte Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff laut Pressemitteilung.

Neben Löw und Bierhoff gehören auch DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach sowie Sportdirektor Matthias Sammer, Assistenztrainer Hansi Flick und Torwarttrainer Andreas Köpke der Delegation an. Sie besichtigen bis Mittwoch das im Januar 1998 gegründete Nationale Trainingszentrum Fernand-Sastre. Treffen werden Löw & Co dort unter anderem auch Frankreichs Nationaltrainer Raymond Domenech und den Technischen Direktor Gérard Houllier.

DFB plant auch ein Leistungszentrum

Über einen möglichen Standort des deutschen Leistungszentrums ist seitens des DFB noch nicht befunden worden. "Dies ist natürlich besonders interessant vor dem Hintergrund, dass wir aktuell prüfen, ob wir den Gedanken an ein eigenes DFB-Zentrum weiter verfolgen", erklärte Bierhoff.

Das Treffen mit den Franzosen ist Bestandteil einer Kooperation, die auf dem DFB-Bundestag 2007 in Mainz von DFB-Präsident Theo Zwanziger und dem französischen Verbandspräsidenten Jean Pierre Escalettes in einem gemeinsam unterzeichneten Kommuniqué vereinbart wurde. (leu/dpa)

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