Nationalmannschaft : Ballack fehlt nichts ohne Klinsmann

Zum ersten Mal seit dessen Rücktritt hat Kapitän Michael Ballack Kritik am früheren Bundestrainer Klinsmann geübt. Es sei besser, dass er aufgehört habe; seine Motivationsansprachen hätten sich zudem schnell abgenützt.

Frankfurt/Main - Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack hat erstmals deutliche Kritik an der Arbeitsweise des zurückgetretenen Bundestrainers Jürgen Klinsmann geäußert. "Ich glaube nicht, dass uns jetzt etwas fehlt", sagte Ballack in der "Frankfurter Rundschau". Nach zwei Jahren sei ein Punkt erreicht gewesen, wo man sagen müsse, es war besser, dass er aufgehört hat, urteilte der für englischen Meister Chelsea London spielende Mittelfeldspieler.

Ballack erklärte, dass sich Klinsmanns psychologisch orientierte Motivationsansprachen "natürlich auch schnell verschleißen" könnten. "Das war sehr anstrengend, auch für den Kopf. Er hat es kaum zugelassen, dass wir runterfahren und uns erholen. Der Urlaub war danach sehr wichtig", sagte Ballack. Der neue Bundestrainer Joachim Löw hingegen habe eine klare und sachliche Ansprache.

Klinsmann hatte die Nationalelf 2004 übernommen und war nach der WM in Deutschland zurückgetreten. (tso/ddp)

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