Sport : Nationalmannschaft: Hitzfeld bekundet Interesse

Bayern Münchens Trainer Ottmar Hitzfeld hat trotz der verweigerten Freigabe seines Klubs erneut grundsätzliches Interesse am Amt des Bundestrainers bekundet, gleichzeitig jedoch auf seine vertragliche Situation hingewiesen. "Ich kann mir schon vorstellen, dass ich einmal Bundestrainer sein könnte. Aber ich kann nicht sagen, wann genau das der Fall wäre", sagte Hitzfeld dem "Spiegel".

Zum angeblichen Geheimplan des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), den bisherigen Teamchef Rudi Völler nach der Weltmeisterschaft 2002 durch Ottmar Hitzfeld abzulösen, äußerte sich der Bayern-Coach zurückhaltend: "Das mag schon sein. Ich allerdings kann so nicht planen. Denn ich habe einen Vertrag beim FC Bayern München, der bis 2003 geht. Und ich bin es gewohnt, meine Verträge zu erfüllen."

Auf die von Bayern-Manager Uli Hoeneß vorgeschlagene vorzeitige Vertragsverlängerung beim deutschen Rekordmeister reagierte der Coach auffallend reserviert. "Ich habe mir darüber noch keine Gedanken gemacht und betrachte die jüngsten Äußerungen des Präsidiums lediglich als einen Vertrauensbeweis, dass man mit meiner Arbeit zufrieden ist", erklärte der Trainer gegenüber der Münchner Boulevard-Zeitung "tz".

Die Aufgabe als DFB-Coach reizt Hitzfeld offensichtlich sehr. "Wenn man als Vereinstrainer so viel erlebt hat wie ich, kann die Aufgabe noch einmal eine ganz neue Herausforderung darstellen", gestand der Trainer. Und er gab zu bedenken: "Ich hätte nicht mehr 60 Spiele im Jahr, sondern vielleicht nur noch zehn. Aber jedes von diesen Spielen ist ein entscheidendes Spiel. Ich wäre nicht mehr täglich mit Spielern zusammen, sondern nur noch sporadisch. Das wäre noch einmal eine ganz andere Aufgabe. Außerdem: Zehn Spiele im Jahr reichen, wenn man älter wird." Bereits im Sommer hatte Hitzfeld nach der verkorksten Europameisterschaft Interesse am Amt des Bundestrainer bekundet, war dann aber von den Bayern "zurückgepfiffen" worden.

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