Nationalmannschaft : Lehmann bleibt Nummer eins

Jens Lehmann bleibt auch nach der Fußball-WM Stammtorhüter der deutschen Nationalmannschaft. Eine Torwart-Rotation wird es unter dem neuen Bundestrainer Joachim Löw vorerst nicht geben.

Frankfurt/Main - Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montag mitteilte, will der 36-jährige Keeper von Arsenal London nach einem Gespräch mit Bundestrainer Joachim Löw seine Karriere in der DFB-Auswahl fortsetzen. Dem 38-fachen Nationalspieler bleibt dabei künftig eine unangenehme Maßnahme erspart. Neu-Bundestrainer Löw kündigte an, die von seinem Vorgänger Jürgen Klinsmann ins Leben gerufene Torwart-Rotation abzuschaffen.

"Jens Lehmann wird weiterhin unsere Nummer eins sein. Ich habe ihm mitgeteilt, dass ich künftig in den Länderspielen keine Torwart-Rotation mehr plane", erklärte Löw, der mit Lehmann am Wochenende ein längeres Telefonat geführt hatte. Der frühere Bundesliga-Torwart von Schalke 04 und Borussia Dortmund werde in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz "dank seiner Erfahrung und Klasse mit Sicherheit ein wertvoller Rückhalt für unsere Mannschaft sein", fügte Löw hinzu.

Lehmann betonte, er freue sich auf die neue Etappe in der Nationalmannschaft mit Löw als Bundestrainer. Der 46-Jährige habe "durch seine exzellente Arbeit und sein taktisches Fachwissen großen Anteil an unserem WM-Erfolg". Nach dem dritten Platz bei der WM seien sich nun alle Spieler darüber bewusst, "dass die EM-Qualifikation kein Selbstläufer wird. Deshalb ist es unser großes Ziel, in der neuen Länderspiel-Saison von Anfang an genauso konzentriert und stark zu spielen wie bei der WM." Man werde alles dafür geben, dass der sportliche Erfolg anhalte. "Gleichzeitig hoffen wir, dass uns die Fans weiterhin mit so viel Begeisterung unterstützen", fügte Lehmann hinzu.

Lehmann hatte wenige Wochen vor Beginn der WM von Klinsmann den Vorzug vor dem langjährigen Stammkeeper Oliver Kahn erhalten. Der Schlussmann des FC Bayern, der im Spiel um Platz drei gegen Portugal (3:1) zu einem WM-Einsatz kam, hatte im Anschluss an die Partie seinen Rücktritt aus der DFB-Auswahl erklärt. Lehmann hatte dagegen seinen Verbleib von der Wahl des Klinsmann-Nachfolgers abhängig gemacht. (tso/ddp)

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