Nationalmannschaft : Neue Trikots für das Land

Heute hat die Nationalmannschaft das neue Trikot präsentiert, mit dem es 2008 zur Fußball-EM antreten wird. Bundestrainer Löw spricht von einem "Blickfang" - und fordert zum Saisonabschluss zwei Siege.

Marc Schmidt,Jürgen Zelustek
Nationalelf
Schlicht. Die deutsche Nationalelf stellt ihr Outfit für die EM 2008 vor. -Foto: dpa

Barsinghausen/HannoverMit neuen Trikots, altem Teamgeist und der Hoffnung auf einen perfekten Jahresabschluss geht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in das "Finale 2007": Vor den letzten EM-Qualifikationsspielen am Samstag gegen Zypern in Hannover (20:15 Uhr/live im ZDF) und vier Tage später gegen Wales in Frankfurt/Main (20:30 Uhr/live in der ARD) stellte DFB-Ausrüster Adidas in Hannover die neuen Jerseys des WM-Dritten vor und steigerte damit auch bei Bundestrainer Joachim Löw die Vorfreude auf die EURO 2008 in Österreich und der Schweiz.

Löw beobachtet Spieler genau

"Wir wollen die beiden Spiele zum Abschluss siegreich beenden und dann mit dem notwendigen Selbstbewusstsein in das EM-Jahr gehen", sagte Löw, der zum Ende des so erfolgreichen Jahres 2007 endgültig den EM-Countdown einläutete: "Nicht nur in den beiden Spielen, sondern auch in den sieben, acht Trainingseinheiten wollen wir uns noch einmal einen Eindruck von den Spielern verschaffen. Alle Spieler haben die Möglichkeit, sich im Training positiv anzubieten."

Bei der von Schneefall begleiteten Trainingseinheit hatten die Nationalspieler bereits ihre nagelneuen Trainingsklamotten zur Schau gestellt. Bis auf Tim Borowski, der wegen einer leichten Erkältung noch ein letztes Mal aussetzte, konnte Löw mit seinem kompletten Kader die beim 0:3 gegen Tschechien in München vor rund einem Monat deutlich zu Tage getretenen Schwächen aufarbeiten. Aber auch neben dem Platz will Löw seinen Mannen noch einmal die Leviten lesen. "Wir haben gegen Tschechien Fehler gemacht, die wir lange nicht gesehen haben. Da gibt es noch Gesprächsbedarf, denn das werden wir so nicht mehr tolerieren", sagte der 47-Jährige, der als Mode-Ikone bei der Präsentation des neuen Trikots bereits EM-Fieber verspürte.

"Ein richtiger Blickfang"

"Das neue Trikot ist ein richtiger Blickfang. Vielleicht setzt es Energien frei, um in engen Situationen auch mal eine Entscheidung herbeizuführen." Im Cavallo, einer historischen Reithalle aus dem frühen 19. Jahrhundert, hatten zuvor Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski gemeinsam mit einigen Schauspielern das neue DFB-Heimtrikot, das die Mannschaft am Samstag gegen Zypern einweihen wird, vorgestellt.

Erstmals ziert ein schwarz-rot-goldener Streifen die Brust der Spieler. Eingearbeitet in den Streifen sind das DFB-Logo und die Trikotnummer des Nationalspielers. Zudem stellte der Ausrüster noch den dazugehörigen Werbespot vor, in dem Podolski, Schweinsteiger, Kevin Kuranyi, Per Mertesacker, Stefan Kießling und Bernd Schneider zu sehen sind.

Besonders groß ist die Vorfreude auf die Partie in Hannover unterdessen bei Nationalverteidiger Per Mertesacker von Werder Bremen. Der ehemalige Hannoveraner ist nur wenige Kilometer entfernt von der Sportschule Barsinghausen in Pattensen aufgewachsen und besuchte bereits auf dem Weg zum Treffpunkt der Nationalmannschaft am Dienstag Freunde und Bekannte. "Es ist für mich natürlich ein besonderes Gefühl, in Hannover ein Länderspiel zu absolvieren. Nachdem wir die EM-Qualifikation geschafft haben, beginnt für uns alle nun eine neue Zeitrechnung. Jetzt geht es darum, mit Blick auf die EM absolut konkurrenzfähig zu werden", erklärte der 23-Jährige. (mit sid)

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