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Nationalspieler fehlt im Pokalfinale : Die Rippe des Mario Götze

Mario Götze verpasst sein womöglich letztes Spiel im Bayern-Trikot. Trainer Guardiola will sich dazu nicht weiter äußern, soll sich doch der Kollege Löw damit beschäftigen.

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Statt im Finale aufzulaufen muss Mario Götze nun zehn bis 14 Tage pausieren.
Statt im Finale aufzulaufen muss Mario Götze nun zehn bis 14 Tage pausieren.Foto: Imago

Zum Schluss also noch mal Mario Götze. Der unverstandene Künstler, den Pep Guardiola damals angeblich unbedingt haben wollte und der angeblich vor allem dieses Begehrens wegen aus Dortmund nach München wechselte. Das war bekanntlich ein Missverständnis, unter dem vor allem Götze gelitten hat. Dieser Schmerz korrespondiert zum Abschied auf unangenehmste Weise mit jenem Schmerz, dem Götze eine im letzten Bundesligaspiel gebrochene Rippe beschert.

In jenem Spiel gegen Hannover, als Götze mit zwei Toren noch einmal auf so vielversprechende Art andeute, was sich die Bayern von ihm erhofft hatten. Die gebrochene Rippe hat sich drei Tage lang erfolgreich vor den Reportern versteckt, was schon eine bemerkenswerte Leistung ist angesichts dessen, was sonst so aus der Münchner Kabine nach außen dringt. Erst nach der Ankunft in Berlin lüfteten die Bayern das Geheimnis, über das Guardiola nicht mehr sagen mochte als: „Fragen Sie die Ärzte!“ Auch dies ein Schatten, der über seinen drei Münchner Jahren lag. Mit Bayerns Medizinern hat Guardiola nie gekonnt, warum soll er jetzt zum Abschied etwas Nettes über sie sagen.

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Rippenbruch: Götze verpasst Pokalfinale
Rippenbruch: Götze verpasst Pokalfinale

Götze fällt also für das DFB-Pokalfinale aus und auch für die ersten zehn Tage, in denen sich die Nationalmannschaft auf die Europameisterschaft vorbereitet. Seine Reise nach Frankreich aber soll nicht in Gefahr sein, was Guardiola nicht weiter betrifft, soll sich doch der Kollege Löw damit beschäftigen. Er hat dann noch erzählt, was er wirklich vermissen wird nach seinem Deutschland–Abenteuer, neben dieser Top-Top-Top-Mannschaft, die dreimal „mit tausend Millionen Punkten die Bundesliga gewonnen hat“. Nämlich seinen Dortmunder Kollegen Thomas Tuchel, mit dem ihn eine Art Seelenverwandtschaft verbindet. Das geht Tuchel ganz ähnlich, „wenn ich auch ein bisschen froh bin, dass ich nicht mehr gegen ihn spielen muss“. Aber: „Spiele gegen die Besten machen dich immer besser. Und Pep ist der Beste.“

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