Nationalteam : Jansen-Ausfall schafft neue Abwehrprobleme

Metzelder, Nowotny, Huth, Mertesacker - und nun auch Marcell Jansen: Bundestrainer Löw fehlt in den Länderspielen gegen Georgien und die Slowakei die gesamte angestammte Innenverteidigung.

Berlin/Frankfurt - Die Abwehrprobleme der deutschen Nationalmannschaft haben sich weiter verschärft. Durch den Ausfall des Gladbachers Marcell Jansen fehlen Bundestrainer Joachim Löw vor dem Länderspiel am Samstag in Rostock gegen Georgien (20.00 Uhr, live im ZDF) und dem EM-Qualifikationsspiel vier Tage später auswärts in Bratislava gegen die Slowakei (20.45 Uhr, live in der ARD) bereits fünf der angestammten Abwehrleute.

Zuvor stand bereits der erneute Ausfall der kompletten Innenverteidigung des WM-Kaders fest. Neben Christoph Metzelder, Jens Nowotny und Robert Huth steht auch Per Mertesacker erneut nicht zur Verfügung. Auf Wunsch von Werder Bremen berücksichtigte Löw den 22-Jährigen noch nicht, obwohl dieser bereits in der Champions League und in der Bundesliga für den Vizemeister zum Einsatz kam.

Jansen erleidet Außenmeniskusanriss

Jansen hatte während und nach der Ligapartie in Bremen (0:3) über Knieprobleme geklagt. Eine Kernspinuntersuchung ergab einen Außenmeniskusanriss bei dem 20-Jährigen. Jansen wird sich voraussichtlich einem arthroskopischen Eingriff unterziehen müssen, der eine längere Pause zur Folge haben dürfte. Zunächst reiste er aber noch zum Treffen der Nationalmannschaft nach Berlin, danach wird über den Zeitpunkt der Operation entschieden. "Natürlich bin ich etwas niedergeschlagen, ich hatte eigentlich nicht damit gerechnet, dass so etwas passiert ist", sagte Jansen.

Über eine Nachnominierung für den Abwehrmann hat Löw bislang noch nicht entschieden. Im Aufgebot für die Spiele gegen Georgien und die Slowakei stehen erneut die Abwehrspieler Manuel Friedrich und Malik Fathi, die bereits in Löws noch kurzer Amtszeit ihr Debüt feierten. Auch Innenverteidiger Alexander Madlung vom VfL Wolfsburg, der noch auf seinen ersten Einsatz wartet, ist erneut dabei. Neu dazugekommen ist zudem Verteidiger Clemens Fritz von Werder Bremen.

Neuvilles Einsatz fraglich

Neben Jansen wird auch dessen angeschlagener Vereinskollege Oliver Neuville am Dienstag zum Treffpunkt der Nationalmannschaft nach Berlin anreisen, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Hinter Neuville steht weiter ein Fragezeichen. Den 33-jährigen Angreifer plagt eine Reizung der Achillessehne, weshalb er zuletzt auch für Gladbach nicht spielen konnte. Neuville wird sich deshalb am Mittwoch bei der DFB-Auswahl einem Belastungstest unterziehen.

"Dann entscheiden unsere Mediziner, ob er einsatzfähig ist oder nicht", meinte Löw. Sollte Neuville passen müssen, wird der Bundestrainer dennoch keinen weiteren Angreifer nachnominieren. "Wir haben dann immer noch vier Stürmer im Kader, das reicht für die beiden Spiele." (tso/ddp)

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