Nationalverteidiger : Verlässt Arne Friedrich Hertha BSC?

Er hatte einst Angebote von Bayern München und von Borussia Dortmund - doch er entschied sich immer für den Berliner Bundesligisten. Jetzt äußert Arne Friedrich, 29, überraschend Wechselgedanken.

TeneroFriedrich liebäugelt nach Ende seines bis 2009 laufenden Vertrages beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC mit einem Vereinswechsel. „Ich werde mir sehr gut überlegen, wie meine Karriere weitergeht. Ich könnte mir vorstellen, einen Wechsel in Betracht zu ziehen“, sagte der 29 Jahre alte Nationalspieler am Mittwoch im schweizerischen Tenero. Er kündigte aber an, seinen Vertrag erfüllen zu wollen: „Ich werde das Jahr noch bei Berlin spielen und sehen, was danach passiert.“ Für 1,8 Millionen Euro war Friedrich vor sechs Jahren vom damaligen Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld nach Berlin gewechselt und dort nach nur zwei Liga-Einsätzen gleich zum Nationalspieler aufgestiegen.

Auch mit Blick auf seinen Platz im Nationalteam könnte sich ein Wechsel für Herthas Topverdiener auszahlen. Die Spieler der aktuellen Viererkette in der DFB-Auswahl, Philipp Lahm, Marcell Jansen (beide FC Bayern), Christoph Metzelder (Real Madrid) und Per Mertesacker (Werder Bremen), können in der kommenden Saison in der Champions League auflaufen. Der Berliner hat solche Bewährungschancen nicht.

Wenigstens im Uefa-Cup kann er sich mit Hertha zeigen, denn in diesen Wettbewerb sind die Berliner über die Fairplay-Wertung gerutscht. „Da kann man sich international beweisen“, betonte Friedrich, der mit den Berlinern zuletzt im Herbst 2006 im Uefa-Cup auflief. Derzeit plant Bundestrainer Joachim Löw mit dem vielseitig einsetzbaren Friedrich nicht für die defensive Außenbahn. „Ich glaube schon, dass er mich hier eher als Innenverteidiger sieht“, verriet der Berliner nach einem Vier-Augen-Gespräch mit Löw. Im Training wolle er sich weiter anbieten und geduldig auf seine Chance warten, denn mit der Reservistenrolle mag er sich nicht begnügen. „Ich habe 57 Länderspiele und es ist nicht befriedigend auf der Bank zu sitzen. Aber ich respektiere die Entscheidung des Bundestrainers“, sagte Friedrich. Im Sinne des Teamgeistes wolle er aber weiter für gute Stimmung sorgen. „Ich bin mit Sicherheit kein Stinkstiefel. In erster Linie will ich mit der Mannschaft am Ende ganz oben stehen.“

(dpa)

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