Sport : Natürlich Anni Friesinger

Nur ein Sturz kann noch den zweiten Europameister-Titel für Anni Friesinger verhindern. Trotz zahlreicher Prellungen und einer Blockade in der Schulter nach dem Trainingsunfall am Tag zuvor stellte sich die Inzellerin beim Europa-Championat der Eisschnellläufer in Erfurt in blendender Form vor und dominierte die Konkurrenz auf den ersten drei Strecken nach Belieben. Platz zwei nahm vor den abschließenden 5000 m die Berlinerin Claudia Pechstein ein. "Die Schmerzen sind schon gewaltig. Es ist kaum auszudenken, was für Resultate ich geschafft hätte, wenn ich fit gewesen wäre", sagte die Weltmeisterin aus Inzell. Friesinger verfügt für die 5000 m über einen beträchtlichen Vorsprung von 13,82 Sekunden auf Claudia Pechstein.

Auf ihrer Spezialstrecke, den 1500 m, hatte Friesinger der zweitplatzierten Pechstein mehr als zwei Sekunden abgenommen und deren Bahnrekord in 1:58,73 Minuten erheblich verbessert. Nur drei Stunden später lief sie in 4:12,33 Minuten auch über 3000 m die schnellste Zeit, vor der Niederländerin Renate Groenewold und Claudia Pechstein.

Bei den Herren haben drei Deutsche das Finale der besten 16 am Sonntag über 10 000 m erreicht. Die beste Ausgangsposition hat dabei Christian Breuer, der im Zwischenklassement den fünften Platz einnahm. Mit Platz sechs über 1500 m war der Grefrather allerdings nicht zufrieden. "Ich hatte mir mehr ausgerechnet", sagte der 25-Jährige nach seiner Zeit von 1:51,87 Minuten. Der Sieg ging in Bahnrekordzeit von 1:49,73 an den Norweger Petter Andersen. Jan Friesinger (Inzell) und Frank Dittrich (Chemnitz) sind am Sonntag ebenfalls noch im EM-Rennen vertreten.

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