NBA : Dallas gewinnt Spitzenspiel gegen Houston

Die Dallas Mavericks haben das Spitzenspiel in der Nordamerikanischen Basketball-Liga NBA gewonnen. Gegen den Tabellenvierten der Western Conference, die Houston Rockets, kam der Spitzenreiter der NBA zu einem 109:96-Heimerfolg.

Boston - Den Dallas Mavericks gelang gegen den texanischen Rivalen Houston Rockets die Revanche für die bislang höchste Saisonniederlage. Das Team um den deutschen Super-Star Dirk Nowitzki bezwang die Rockets mit 109:96. Damit rehabilitierte sich der Spitzenreiter aus Dallas gegen die aktuelle Nummer vier der Liga für die Schmach vom 4. November 2006 in Houston. Damals hatten die Rockets den Vizemeister mit 107:76 blamiert und Dallas die bis heute höchste Saisonniederlage zugefügt.

Zwar avancierte Houstons Tracy McGrady gestern mit 45 Punkten zum überragenden Mann auf dem Feld, doch letztlich jubelten Dallas und Nowitzki über den 32. Sieg im 40. Saisonspiel. Nowitzki, der auf 30 Zähler kam, hatte auch schon vor der Partie Grund zur Freude. Zum einen kürte die italienische Sport-Zeitung "La Gazzetta dello Sport" den Würzburger zum fünften Mal nacheinander zu "Europas Basketballer des Jahres". Zum anderen wurde Nowitzki zum siebten Mal in seiner Karriere zum "Spieler der Woche" in der Western Conference gewählt. In der vergangenen Woche war er bei den vier Siegen der Texaner auf einen Durchschnitt von 32,5 Punkten pro Spiel gekommen.

"Dallas ist ein großes Team"

Gegen Houston brauchte der Deutsche jedoch eine Halbzeit, um ins Spiel zu kommen. Im Duell der Korbjäger stahl ihm Tracy McGrady zunächst klar die Show. Der 27-Jährige erzielte die ersten zwölf Punkte seines Teams und beendete seine Gala im ersten Viertel mit 21 Zählern. Dallas-Coach Avery Johnson stellte in dieser Phase des Spiels sechs verschiedene Verteidiger gegen McGrady, doch keiner konnte ihn stoppen. "Es ist ziemlich frustrierend, wenn man so gut spielt und trotzdem verliert. Dallas ist ein großes Team. Das wussten wir natürlich und haben früh attackiert, aber letztlich war es nicht genug. Wir haben noch einiges zu tun, um mit denen auf Augenhöhe zu sein", sagte McGrady. Mit 29 Punkten bis zur Pause hatte er maßgeblichen Anteil an der 53:47-Halbzeitführung der Rockets.

Nowitzkis Ausbeute hingegen fiel mit neun Punkten in der ersten Halbzeit bescheiden aus. Im entscheidenden Spielabschnitt war die Nummer 41 der Mavs aber zur Stelle. Nachdem Houston zwischenzeitlich mit 65:52 (28. Minute) vorne lag, drehten Nowitzki und sein Teamkollege Josh Howard, dem 28 Punkten gelangen, im Schlussviertel das Spiel zu Gunsten der Gastgeber. Innerhalb von vier Minuten brachte das Duo Dallas von 81:81 auf 99:88 in Führung.

Nowitzki stark im Schlussviertel

"Da haben sie intensiver gespielt und uns das Spiel abgenommen", sagte McGrady. Im Schlussviertel erzielte er nur noch vier Punkte, während Nowitzki auf 14 Zähler kam. Von den insgesamt 33 Punkten der Mavericks im letzten Viertel gingen 25 auf das Konto von Nowitzki und Howard. Zudem holte der Deutsche zehn Rebounds und war somit genauso erfolgreich wie Houstons Dikembe Mutombo, dessen Schnitt in den vergangenen sieben Partien sogar bei 15 gefangenen Abprallern lag.

Den zweiten Sieg nacheinander feierten die Seattle Supersonics und ihr deutscher Assistenztrainer Detlef Schrempf. Die Sonics besiegten das beste Team der Eastern Conference, die Cleveland Cavaliers, mit 101:96. Außerdem kamen die New Orleans/Oklahoma City Hornets zu einem 84:78-Heimsieg nach Verlängerung gegen die Orlando Magic.

(Von Heiko Oldörp, dpa)

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