NBA : Dallas kassiert vierte Heimpleite in Serie

Die Dallas Mavericks in der Krise: Mit so einer schlechten Heimbilanz ist das Team um Basketball-Superstar Dirk Nowitzki seit 15 Jahren nicht in die Saison der nordamerikanischen Profiliga NBA gestartet. Jetzt unterlagen sie auch gegen Orlando Magic.

Rainer Fülscher[dpa]

Orlando/FrankfurtTrotz der 24 Punkte ihres 30 Jahre alten Kapitäns aus Würzburg kassierten die "Mavs" am Freitag beim 100:102 gegen Orlando Magic im vierten Match im American Airlines Center von Dallas die vierte Niederlage in Serie. Magic-Star Rashard Lewis besiegelte mit zwei Freiwürfen in den letzten elf Sekunden der Partie die siebte Pleite der Texaner im erst neunten Match der Saison. Zur Halbzeit hatten die Gastgeber noch deutlich mit 56:46 geführt.

"Wenn Du einmal erst vor Angst die Hosen voll hast, läuft alles gegen Dich", resümierte 2,13-Meter-Mann Nowitzki, der im Vergleich zum 99:106 zuvor gegen die Lakers seine eigene Wurfausbeute immerhin verdoppelte. Orlando aber feierte den ersten Sieg seit elf Jahren in Dallas und Mavs-Trainer Rick Carlisle übernahm anstandslos die Verantwortung. "Ich nehme die Blamage auf mich, weil ich der Coach bin", sagte völlig emotionslos der Trainer, der zu Saisonbeginn Avery Johnson nach dessen frühen Aus mit den "Mavs" in den Playoffs der vergangenen Serie abgelöst hatte. "Natürlich sind solche Serien kein Spaß. Aber es ist eine schwierige Situation. Da muss man sich herauskämpfen", ergänzte Carlisle. "Wir benötigen unbedingt wieder einen Sieg. Aber wenn man dem Gegner den Ball in der entscheidenden Sekunde regelrecht zuwirft, übernehme ich auch noch dafür die Verantwortung."

Pech bei den Big Points

Nowitzki hatte 26 Sekunden vor dem Abpfiff mit einem perfekten Kunstwurf Dallas mit 100:99 in Führung gebracht. Aber Orlando konterte und hatte das Glück, dass beim letzten Gegenstoß von Josh Howard dessen Fehlpass in den Armen von Rashard Lewis landete, der sich mit seinem 23. Korb auch als erfolgreichster Werfer von Orlando profilierte. "Wir liefen der Musik eigentlich nie lange hinterher, kämpften uns immer wieder nach vorn, machte zum Schluss ein paar gute Spielzüge und das war der Sieg", frohlockte Magic-Coach Stan Van Gundy. "Es sagt aber eine ganze Menge über unser Team und die Big Points aus, wenn Du wie wir mit 38 Prozent nur limitierte Wurfmöglichkeiten gegen so einen großen Gegner hast", legte Van Gundy nach.

Das allerdings tröstete den Kollegen Carlisle an dem misslungenen Abend wenig. Der leicht genervte Trainer muss sein Heil und das der Mavericks ausgerechnet in den nächsten drei Auswärtsspielen am Stück in New York bei den stark verbesserten Nicks sowie bei den Charlotte Bobcats und Houston Rockets suchen. Erst am 21. November kehren die Texaner in ihr Airlines Center gegen die Memphis Grizzlies zurück.

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