NBA : Mit Luft nach oben

Nach schwachen Auftritten profitiert Dallas in New York von Dirk Nowitzkis bester Saisonleistung.

Nowitzki
Traf gegen die Knicks nach Belieben: Dirk Nowitzki . -Foto: dpa

New York - Es war wie für ihn gemacht. Im New Yorker Madison Square Garden verschaffte Dirk Nowitzki seinen Dallas Mavericks einen denkwürdigen Abend. „Er hatte eines dieser Spiele, das wir alle für ihn haben wollten – rausgehen, loslegen, stark sein. Wir haben ihm von Beginn an oft den Ball gegeben, er hat entscheidende Aktionen gehabt und wusste immer genau, was er zu machen hatte“, sagte Avery Johnson, der Trainer der Mavericks.

36 Punkte steuerte der deutsche Basketball-Nationalspieler am Montagabend beim ungefährdeten 99:89-Auswärtserfolg von Dallas in der nordamerikanischen Profiliga NBA bei den New York Knicks bei. Für den deutschen Nationalspieler war das die bisherige Saisonbestleistung. „So wie wir in den vergangenen zwei Wochen gespielt haben, ist jeder Sieg wichtig“, sagte Nowitzki. Da nämlich hatte seine Mannschaft mehr als die Hälfte der zu absolvierenden Spiele verloren. Am Montag jedoch zeigte sie wieder eine souveräne Vorstellung – dank Nowitzki. „Ich habe von Anfang an einen guten Rhythmus gefunden“, sagte der 29 Jahre alte Deutsche nach seiner Basketball-Gala. Bereits zur Pause hatte Nowitzki 19 Zähler auf seinem Konto, Dallas führte mit 49:36.

Als die Gäste zu Beginn des zweiten Durchgangs auf 60:40 davonzogen, machten die enttäuschten Knicks-Fans ihrem Unmut über die harm- und hilflose Vorstellung ihres Teams mit lautstarken Buh-Rufen Luft.

Doch dann zeigten auch die Texaner, dass sie noch keine absolute Spitzenmannschaft sind. „Unsere Führung war groß genug und die hätten wir behalten müssen“, sagte Johnson. Stattdessen ließ seine Mannschaft einen komfortablen Vorsprung von 23 Punkten auf acht Zähler zusammenschrumpfen. „ Die letzten drei Minuten im dritten Viertel waren absolut erbärmlich“, fand Johnson. Die Leute, die da auf dem Feld standen, hätten das Team hängen lassen – das könnten sich die Dallas Mavericks nicht leisten. „Deshalb musste ich Dirk und einige andere Stammkräfte im Schlussviertel wieder bringen, anstatt ihnen eine Pause zu gönnen“, sagte Johnson. Auch Nowitzki selbst zeigte sich mit der Leistung seines Teams zum Ende der Begegnung nicht zufrieden. „Da war die Verteidigung nicht mehr so konzentriert, wir haben nicht mehr so gut hinten gestanden. Das hätte eigentlich nicht passieren dürfen“, sagte er.

Durch den 14. Saisonsieg sind die Dallas Mavericks nun Vierter in der Western Conference. „Wir haben ein paar Spiele verloren, die wir normalerweise gewinnen hätten müssen“, sagte Dirk Nowitzki. Trotzdem ist die Nummer 41 der Texaner zuversichtlich, was die Meisterschaft angeht. Ziel sei es, sich von Monat zu Monat zu verbessern – und da habe gerade der November viel Luft nach oben gelassen. Und das sei auch ganz gut so. dpa

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