NBA : Skandalschiedsrichter muss 1,4 Millionen Dollar zahlen

Der wegen Spielmanipulation und Insiderwissen angeklagte Referee der NBA - Tim Donaghy - soll 1,4 Millionen Dollar Schadensersatz zahlen. Der 41-Jährige hatte auf Spiele gewettet, die er selbst leitete und Insiderinformationen an Dritte weitergegeben.

Tim Donaghy
Tim Donaghy. Schiedsrichterskandal in der NBA. -Foto: ap

New York/BostonDie nordamerikanische Basketball-Liga NBA verlangt von ihrem ehemaligen Schiedsrichter Tim Donaghy Schadensersatz in Höhe von 1,4 Millionen Dollar. Donaghy ist wegen Spielmanipulation und Weitergabe von Insiderwissen angeklagt und muss sich deshalb am 14. Juli vor Gericht verantworten. Ihm drohen bis zu 33 Monate Haft.

Nach der Aufdeckung des Skandals bekannte sich der bereits zurückgetretene Referee schuldig, seit 2003 auf etwa die Hälfte der NBA-Spiele gewettet zu haben, die er in dieser Zeit geleitet hat. Deshalb müsse er, so die Forderung der NBA, sein Schiedsrichtergehalt für diesen Zeitraum von knapp 500.000 Dollar zurückzahlen.

Des Weiteren solle Donaghy Geld für jene 16 Partien der Saison 2006/07 zahlen, in denen er Insiderinformationen an Dritte weitergegeben hat. Der Liga-Verband stellt ihm außerdem 516.971 Dollar Anwaltskosten in Rechnung. Eine Kanzlei hatte nach dem Skandal 57 weitere NBA-Schiedsrichter auf eine mögliche Verwicklung hin befragt. Zudem verlangt die NBA vom 41-Jährigen die Kosten für zwei Angestellte zurück, die insgesamt 125 Stunden TV-Mitschnitte der von Donaghy geleiteten Spiele untersucht hatten. (fg/dpa)

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