Negativrekorde : Auch Köln jagt Tasmania

Seit 371 Minuten hat der 1, FC Köln kein Tor geschossen. Wenn das Team von Trainer Soldo nicht aufpasst, steuert es auf einen Negativrekord zu, den bislang Tasmania Berlin hält.

Freiburg - Die chronische Kölner Torlosigkeit nimmt langsam historische Dimensionen an. Seit 371 Minuten trafen die Minimalisten des 1. FC nicht mehr, beim 0:0 in Freiburg erzielten sie am Sonnabend zum zehnten Mal kein Tor in der Fußball-Bundesliga. Hält diese bedenkliche Quote an, könnte der 1. FC Köln sogar den bisherigen Negativ-Rekord von Tasmania 1900 brechen: Die Berliner trafen einst ganze 15 Mal in einer Saison und stiegen schließlich ab.

FC-Manager Michael Meier strich trotz aller Enttäuschung über die erneute Abschlussschwäche seines Teams das Positive heraus: „Wenn man mit sieben Toren 15 Punkte holt, spricht das für die Effektivität der Mannschaft.“ Bei der müden Vorstellung gegen den SC Freiburg stellten die Kölner aber auch einen Erstliga-Rekord auf: Auswärts sechsmal in Serie ohne Gegentreffer zu bleiben, glückte zuvor noch keiner Mannschaft. Dabei hatte Angreifer Lukas Podolski vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw großes Pech mit zwei Lattenschüssen. Zudem parierte Freiburgs Torhüter Simon Pouplin einen strammen Schuss des Nationalstürmers.

Lukas Podolski selbst reagierte auf die anhaltende Torlosigkeit seiner Mannschaft gelassen. „Natürlich hätten wir uns drei Punkte gewünscht“, sagte er. „Wir haben jetzt noch ein Heimspiel. Wenn wir das gewinnen, dann sieht die Hinrunde einigermaßen gut aus.“ Trotz des unerfüllt gebliebenen Wunsches auf drei Punkte bewerteten die Kölner das Remis insgesamt positiv. „In unserer Situation wären drei Punkte wichtig gewesen. Aber nach dem Spielverlauf müssen wir zufrieden sein“, sagte Trainer Zvonimir Soldo und bedauerte Podolskis Pech: „Lukas hatte einige gute Aktionen, hat aber leider kein Tor geschossen.“ Der auf seinen zweiten Saisontreffer wartende Stürmer urteilte: „Der eine Punkt war nicht zu wenig.“ (dpa)

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