Sport : Nervöse Siegerin

Justine Henin-Hardenne gewinnt die Australian Open

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Melbourne (Tsp). Justine HeninHardenne hat erstmals den Titel bei den Australian Open gewonnen. Die Weltranglistenerste siegte in einem wechselvollen belgischen Finale gegen Kim Clijsters 6:3, 4:6, 6:3. Bereits im vergangenen Jahr hatte Clijsters sowohl bei den French Open als auch bei den US Open jeweils das Finale gegen die belgische Rivalin verloren.

Damit ist Henin-Hardenne die zehnte Spielerin, die zur gleichen Zeit mindestens drei der vier Grand-Slam-Titel in ihrem Besitz hat. Im Vorjahr hatte die noch pausierende Serena Williams mit ihrem Triumph in Melbourne sogar alle vier großen Turniere in Folge gewonnen. Nun fehlt Henin-Hardenne nur noch der Wimbledon-Titel. „Es ist jetzt mein Ziel, alle vier Grand-Slam-Titel zu gewinnen“, sagte die 21-Jährige, die für ihren Sieg umgerechnet 737 000 Euro kassierte.

„Es war wahrscheinlich nicht das beste Tennis-Match. Ich war so nervös, dass ich es im zweiten und dritten Satz einfach nicht beenden konnte“, sagte die Siegerin. „Doch als es schließlich darauf ankam, habe ich Mut gezeigt.“ Kim Clijsters drehte im zweiten Satz einen 2:4-Rückstand um und kämpfte sich im dritten von 0:4 auf 3:4 heran, doch als die Weltranglisten-Zweite nach 1:47 Stunden den Aufschlag von Justine Henin-Hardenne beim ersten Matchball nicht retournieren konnte, war die Partie entschieden.

Damit hat die Flämin auch ihr viertes Grand-Slam-Finale verloren. 2001 unterlag die 20-Jährige bei den French Open gegen Jennifer Capriati, zuletzt verwehrte der zweimaligen Masters-Siegerin jeweils Justine Henin-Hardenne den ersehnten Triumph. Insgesamt steht die Bilanz zwischen den beiden jetzt 9:9, doch Henin-Hardenne siegte in sieben von neun Finals.

Diesmal hatte Henin-Hardenne im dritten Satz zwei Mal Glück. Bei den Breakbällen zum 2:0 und vor allem zum entscheidenden 5:3, als die französische Schiedsrichterin Sandra de Jenken den Linienrichter überstimmte, halfen falsche Entscheidungen. „Das ist sehr enttäuschend, aber ich werde jetzt nicht die Schuld bei der Schiedsrichterin suchen“, sagte Clijsters. „Natürlich bin ich traurig, aber ich habe kein psychologisches Problem in Finals gegen Justine. Ich habe diesmal besser gespielt als in den anderen Endspielen.“

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