Sport : Neue alte Stärke

Eisbären gewinnen wieder Spiele im letzten Drittel

Til Knipper

Berlin - Nach der Woche der Aussprachen, in der sich bei den Eisbären alle gegenseitig versprochen hatten, gemeinsam noch härter zu arbeiten, gab es am Freitag für die Eisbären einen 4:2 (0:1, 1:1, 3:0)-Sieg gegen die Frankfurt Lions. Mann des Abends, da war man sich bei den Berlinern einig, war Stürmer Denis Pederson. Das lag nicht nur an seinen ersten beiden Treffern nach seiner Rückkehr aus Nordamerika. Pederson hat offenbar auch die große Stärke der Eisbären aus den letzten beiden Jahren wieder mitgebracht: Spiele im letzten Drittel umzubiegen. Schon vor dem Spiel hatte Pederson angekündigt, worauf es ankommt: „Wir müssen öfter aufs Tor schießen, und wir müssen auch mal ein Tor reinstochern und so unser Glück erzwingen, um aus der Krise zu kommen.“

Das Spiel gegen Frankfurt zeigte, wie recht er damit hatte. Frankfurt führte nach der Hälfte des Spiels 2:0, und vom erschreckend schwachen Deutschen Meister war bis dahin fast nichts zu sehen. Erst das Powerplaytor von Jeff Jillson zum 1:2 brachte die Eisbären zurück ins Spiel. Im dritten Abschnitt waren die Berliner dann nicht mehr wiederzuerkennen. Durch die Tore von Kelly Fairchild und Pederson schafften sie noch den nicht mehr erwarteten Sieg.

Wie groß der Anteil Pedersons am fünften Heimsieg im zwölften Versuch war, hob Trainer Pierre Pagé besonders hervor: „Er hat so viel Motivation und so eine hervorragende Einstellung. Das hat heute den Unterschied ausgemacht.“ Die Fans der Eisbären sahen das genauso und feierten den 31-Jährigen nach dem Spielende mit minutenlangen „Denis Pederson“-Sprechchören. Dieser ließ sich nicht lange bitten, kam alleine zurück aufs Eis und machte mit den Anhängern zusammen die Welle.

Durch den Sieg haben sich die Eisbären in der Deutschen Eishockey-Liga vom elften auf den neunten Platz verbessert. Trainer Pagé fordert vor dem heutigen Auswärtsspiel beim Tabellenzwölften Augsburg (18.30 Uhr) einen weiteren Sieg. „Wir wollen sechs Punkte an diesem Wochenende holen.“ Wenn sich alle Spieler ein Beispiel an Pagés Lieblingsschüler Pederson nehmen, sollte das den Eisbären eigentlich gelingen. Wenn nicht, drohen ihnen neue Gesprächsrunden.

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