Sport : Neue Freiräume für Herthas Thorben Marx

Friedhard Teuffel

Walchsee - Thorben Marx hat sich den richtigen Zeitpunkt ausgesucht, um wieder ganz einzusteigen bei Hertha BSC. Falko Götz ist wieder da, und jetzt könnte der unterbrochene Aufstieg von Thorben Marx seine Fortsetzung finden. Unter Trainer Götz hat Marx große Sprünge gemacht: Götz holte Marx vorzeitig von der A-Jugend in die Regionalligaelf, Götz wählte Marx für seine Stammelf aus, als er 2002 übergangsweise das Bundesligateam trainierte.

Nicht dass Marx mit anderen Trainern nicht zurechtgekommen wäre, aber unter Huub Stevens geriet die bis dahin glänzende Entwicklung des 23-jährigen Mittelfeldspielers ins Stocken. Als zum Jahreswechsel Hans Meyer kam, war Marx nicht mehr einsatzfähig. Im September 2003 war er beim Spiel gegen Hannover 96 im Rasen hängen geblieben und hatte sich das Kreuzband gerissen. Herthas Abstiegskampf musste er von der Tribüne aus verfolgen. „Manchmal habe ich nicht mehr geglaubt, dass wir es noch schaffen“, erzählt er. „Es wäre eine gute Erfahrung gewesen, in dieser Halbrunde mitzuspielen“, sagt Marx. So bleibt für ihn nur Gutes: „Ich habe in dieser Zeit keine Kritik abbekommen.“ Vielleicht kann er nun unbeschwerter in die Saison gehen. Denn Falko Götz ist für Marx wie ein Bote des Erfolgs. „Ich habe mich sehr gefreut, als ich gehört habe, dass er kommt.“ Marx hat offenbar keine Schwierigkeiten mit Götz, der oft nicht gerade herzlich wirkt. Aber Marx sagt nur: „Ich bin nicht der Typ, der ständig mit dem Trainer reden muss.“

Marx spielt am liebsten im halbrechten Mittelfeld. „Falko Götz gibt den Spielern in der Offensive viel Freiräume. Wir dürfen viel ausprobieren“, sagt er. Gerade am Anfang der neuen Saison dürften seine Fähigkeiten im Angriff besonders gefordert sein. Denn im rechten offensiven Mittelfeld wird Neuzugang Bastürk wegen einer Verletzung für mindestens sechs Wochen nicht zur Verfügung stehen. Götz plane nun mit Marx auf der rechten Seite: „Wenn ich in der restlichen Vorbereitung gut trainiere, könnte ich einen Stammplatz bekommen.“

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