Neue Saison, neue Regeln : Bundesliga jetzt mit Unterhosenparagraf

Die neue Saison bringt einige Regeländerungen. Videobeweise, weniger Dreifachbestrafung und Herbstmeister im Januar, wir erklären alles, auch die Farbe der Unterhosen.

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Künftig verboten: Kingsley Coman von Bayern München muss statt einer grünen künftig eine rote Unterhose tragen, passend zur Spielhose.
Künftig verboten: Kingsley Coman von Bayern München muss statt einer grünen künftig eine rote Unterhose tragen, passend zur...Foto: imago/Sven Simon

Wer ein echter Hertha-Fan ist, der lege sich schon mal pinke Unterwäsche zu, passend zu den Ausweichtrikots. Und aus Solidarität mit den Spielern. Denn von dieser Bundesliga-Saison an herrscht die Pflicht, Unterhosen und Spielhosen in der gleichen Farbe zu tragen. Ist die Spielhose mehrfarbig, müssen sich die Spieler auf ein Outfit einigen. Das könnte zu lustigen Kabinendebatten führen. Jedenfalls ist das ein tiefer Eingriff in die Privatsphäre. Aber noch einiges mehr ändert sich in der heute beginnenden Saison.

Stichwort Videobeweis: Der lässt bei den einen vor Freude die Herzen höher schlagen, anderen rast selbiges vor Wut. Taugt in dieser Saison jedoch noch nicht zum Aufreger, zunächst wird das System getestet. Eingreifen darf der Videoassistent erst ab der Saison 2017/18. Dann kann auch niemand mit ihm diskutieren, und es bleiben weniger Fragen offen.

Eine andere Frage ist beantwortet, wenn auch etwas eigenwillig: Wann steht eigentlich ein Herbstmeister fest? Richtig, im Januar. Wegen EM und Olympia startet die Saison dieses Mal besonders spät, der 17. Spieltag schiebt sich dadurch hinter die Winterpause auf das Wochenende vom 20. bis zum 22. Januar. Apropos EM, erinnert sich noch jemand an die Einwürfe der Isländer, von denen man glaubte, die Bälle würden regelmäßig von Reykjavik nach Kontinentaleuropa fliegen? Wird man in der Fußball-Bundesliga so nicht mehr sehen, die besondere Technik, bei der eine Hand den Ball nur stützt, wurde für regelwidrig erklärt. Der Ball gehört mit beiden Händen geworfen.

Beim Abseits dagegen spielen die Hände nach den neuen Regeln keine Rolle. Noch mehr Zündstoff bietet diese Änderung: Verhindert ein Spieler im Strafraum eine Torchance, sieht er nicht mehr zwingend Rot, wenn er erkennbar versucht hat, den Ball zu spielen. Dadurch soll der ewige Streit um Doppel- oder Dreifachbestrafung begraben werden, wenn zu einem Strafstoß noch Platzverweis und Sperre kommen. Wetten, dass in deutschen Wohnzimmern trotzdem gestritten wird?

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