Sport : Neue Spieler, neues Glück Alba nach 89:75-Sieg über Oldenburg Tabellenführer

Helen Ruwald

Berlin - Der Begrüßungsapplaus war für den ehemaligen Berliner größer als für die Neu-Berliner. Ruben Boumtje Boumtje, der gestern in der Max-Schmeling-Halle das Trikot der EWE Baskets Oldenburg trug, wurde begeisterter empfangen als Aleksandar Nadjfeji und Immanuel McElroy. Doch die Neuzugänge von Alba Berlin, die beim 89:75 (51:39)-Sieg ihr Heimdebüt vor 5132 Zuschauer gaben, spielten sich schnell in die Herzen. Bei ihrem zweiten Auftritt für Alba zeigten sie Ansätze ihrer Klasse und demonstrierten, wie eingespielt sie aufeinander sind. Beide kommen von den insolventen Köln 99ers. „Man kann sehen, dass sie uns viel Qualität bringen“, lobte der Berliner Trainer Luka Pavicevic.

Mit dem Sieg übernahmen die Berliner die Tabellenführung von den gestern spielfreien Artland Dragons Quakenbrück. Fünf Berliner punkteten zweistellig: Goran Nikolic (15), Julius Jenkins (14), Dijon Thompson (13), Patrick Femerling (11) und Nadjfeji (11). McElroy kam auf neun Punkte. Zwei andere Alba-Spieler waren gestern nicht in der Halle: Der Verein hat sich erwartungsgemäß von Vujadin Subotic und Slavko Stefanovic getrennt.

Bis zum 27:23-Anfang des zweiten Viertels konnten die Oldenburger das Spiel offen halten, dann zog Alba mit einer 22:7-Serie davon. Nadjfeji, der zu Spielbeginn als einziger Spieler sein Team von der Bank aus anfeuerte, eröffnete Albas Demonstration der Stärke mit einer Körpertäuschung, bei der er zwei Oldenburger aussteigen ließ, ehe er den Korb machte.

Er und McElroy führten sich trotz mehrerer vergebener Freiwürfe sofort als Leistungsträger ein. Beide bewiesen, wie wertvoll sie für die Verteidigung sein werden, die in den vergangenen Monaten oft eine Schwachstelle war. Insgesamt holte der Amerikaner sieben Rebounds, damit war er trotz einer Spielzeit von nur 18 Minuten drittbester Rebounder auf dem Feld hinter Thompson (9) und Femerling (8).

Bis auf acht Punkte kamen die Gäste im vierten Viertel heran (72:64), dann wachten die Berliner auf: Dijon Thompson reagierte mit einem Dunk, Sascha Rasic und Julius Jenkins mit erfolgreichen Dreipunktewürfen. McElroys Freiwurf unter dem Korb durch war da nur ein Schönheitsfehler. Helen Ruwald

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