Neuer Kölner Trainer : Ein bisschen Aufbruch mit Frank Schaefer

Als Nachfolger des geschassten Zwonimir Soldo soll nun Frank Schaefer den 1. FC Köln aus der Krise führen. Er ist ein alter Bekannter.

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Frank Schaefer, Kölns Neuer/Alter.
Frank Schaefer, Kölns Neuer/Alter.Foto: dapd

Für die wenigen Stunden Schlaf, die sich Frank Schaefer in der Nacht zu Montag genehmigt hatte, sah er überraschend frisch aus. Der 46-Jährige war nach der Entlassung von Zvonimir Soldo ein paar Stunden zuvor zum Nachfolger des Kroaten als Cheftrainer des 1. FC Köln berufen worden und hatte „keine Zeit verloren, um diese Herausforderung anzunehmen“. Gemeinsam mit seinem Assistenten, dem früheren Profi Dirk Lottner, will Schaefer die Kölner wieder in erfolgreichere Zeiten führen. Den ersten öffentlichen Auftritt versuchte der frühere U-23-Trainer dafür zu nutzen, Aufbruchstimmung zu erzeugen. „Wir fangen zwar bei null an, aber das ist auch unsere Chance“, sagte Schaefer.

Der gebürtige Kölner arbeitet bereits seit 1982 als Trainer beim FC, unterbrochen nur durch ein sechs Jahre währendes Engagement beim ungeliebten Nachbarn Bayer Leverkusen. Schaefer hat nun die Chance, sich als Cheftrainer in der Bundesliga zu bewähren. Und diese Gelegenheit scheint er nutzen zu wollen: „Ich gehe mit sehr viel Mut und Schwung in diese Aufgabe.“ Michael Meier hat die erfrischende Herangehensweise des neuen Trainers in der Pressekonferenz vor dem heutigen Pokalspiel gegen 1860 München nicht miterlebt. Der FC-Manager war nicht erschienen, konnte also auch nichts über die mögliche Perspektive des Trainers sagen. Schaefer glaubt allerdings an eine längerfristige Zukunft in seinem neuen Amt: „Es gab keinerlei Andeutungen, ob ein neuer Trainer verpflichtet wird. Ich habe mit dem Vorstand ein ganz offenes Gespräch geführt.“

Nach dem Pokalspiel empfangen die Kölner am Samstag den HSV. Danach dürfte die Klubführung eine erste Bilanz ziehen. „Es kann nur um kurzfristige Erfolge gehen“, sagt Schaefer. Am Nachmittag leitete er erstmals das Training der Profis, doch unbekannt sind ihm viele der Spieler nicht. Zehn Profis haben bereits in Schaefers Nachwuchsteams gespielt, darunter Lukas Podolski und Taner Yalcin.

Zumindest der Zustimmung des zuletzt arg strapazierten Kölner Publikums kann sich Frank Schaefer sicher sein. Nachdem seine Beförderung am Sonntagabend bekannt wurde, habe er 56 Kurzmitteilungen auf seinem Mobiltelefon erhalten. „Das hat mich beeindruckt“, sagte Schaefer. Jörg Strohschein

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