Sport : Neuer Spaß, neue Erfolge

Wolfsburg (dpa/sid).

Wolfsburg (dpa/sid). Zwei Spiele, zwei Siege. Der Österreicher Kurt Jara hat beim Hamburger SV die Selbstzweifel vertrieben. Nach dem 4:0 zum Einstand des neuen Trainers gegen Hertha BSC siegten die Hamburger auch gestern gegen den VfL Wolfsburg. 1:0 hieß es für den HSV, der sich durch den Erfolg aus der Abstiegszone erst einmal ins sichere Mittelfeld geschoben hat. Nico-Jan Hoogma ließ die Hamburger Fans unter den 19 080 Zuschauern mit seinem Kopfballtreffer in der 58. Spielminute jubeln. Für die Wolfsburger wird es hingegen nach einem Zwischenhoch wieder kritisch. Nur noch ein Punkt trennt den VfL von einem Abstiegsplatz. Allerdings hatte das Team von Wolfgang Wolf Pech, als Martin Petrow in der 81. Minute mit einem Foulelfmeter an Martin Pieckenhagen scheiterte.

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Jara bremste nach dem Erfolg die neu aufgekommene Euphorie: "Wir haben erst zwei Siege gemacht, aber wir haben noch nichts gewonnen." Trotzdem ist die Stimmung bereits deutlich besser als in der Endphase der Ära Pagelsdorf. "Wir haben wieder Spaß daran, Fußball zu spielen", sagte Mannschaftskapitän Hoogma. Und mit dem Spaß kommt auch der Erfolg. "Die Mannschaft ist wieder eine Einheit. Sie hat hervorragend gekämpft und hervorragend gespielt", sagte Jara.

Trotzdem war das Spiel der Hamburger lange Zeit von Vorsicht bestimmt. Aus einer sicheren Abwehr heraus suchte der HSV seine Chance. Spielerisch offenbarten beide Mannschaften Mängel, sie überzeugten jedoch mit Kampfgeist. Die Wolfsburger brachten die Gäste damit zunächst häufiger aus dem Rhythmus. Aber Sicherheit ging vor, nur nicht verlieren. Ein Tore-Festival wie in der vergangenen Saison, als es jeweils 4:4 hieß, war unter diesen Voraussetzungen nicht möglich.

Vor allem die Hamburger waren bemüht, Ruhe und Ordnung ins Spiel zu bringen. Sie warteten auf Konterchancen. Die größte Möglichkeit hatte der HSV drei Minuten vor der Pause, als Roy Präger nur die Latte traf. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel härter. Zahlreiche Spielunterbrechungen waren die Folge.

Wolfgang Wolf hielt es kaum noch auf der Bank. Immer wieder eilte er gestikulierend an den Spielfeldrand, versuchte seine Spieler nach vorne zu brüllen. Aber Torchancen blieben auf beiden Seiten selten. "Es war klar, dass die Mannschaft verliert, die den ersten Fehler macht", sagte Wolfsburgs Trainer Wolf. "Und das waren leider wir." In der 58. Minute war es so weit: Nach einem Eckball von Präger köpfte HSV-Mannschaftskapitän Hoogma zum 1:0 für die Hamburger ein. Im Anschluss hatten die Wolfsburger noch einige gute Ausgleichschancen, allen voran durch den Bulgaren Martin Petrow. Trotz des verschossenen Elfmeters in der Schlussphase gehörte er zu den Besten seines Teams.

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