Sport : Neuer Torhüter, alte Fehler

Nürnberg – Bremen 1:0

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Nürnberg (Tsp). Vier Minuten waren bis zur Pause noch zu spielen, 0:0 stand es zwischen dem 1. FC Nürnberg und Werder Bremen. Im Bremer Strafraum tauchte plötzlich Nürnbergs Lars Müller auf und schoss den Ball auf das Tor von Jakub Wierzchowski. Anstatt den Schuss einfach mit dem Fuß abzuwehren, hechtete Bremens Torhüter spektakulär zu Boden – und fälschte den Ball so mit dem linken Arm ins eigene Tor ab. Es blieb der einzige Treffer an diesem Nachmittag: Werder Bremen verlor vor 17 500 Zuschauern 0:1 beim 1. FC Nürnberg.

Der Treffer hat eine unangenehme Vorgeschichte. Denn bislang stand Pascal Borel im Bremer Tor. Da Borel jedoch seit Monaten patzt, entschied Trainer Schaaf, gegen Nürnberg zum ersten Mal in dieser Saison den polnischen Ersatztorhüter aufzustellen. Das Experiment misslang. Schaaf hat jetzt zwei verunsicherte Torhüter.

Wird am kommenden Spieltag wieder gewechselt? Nein, nein, sagte Schaaf nach dem Abpfiff. „Wierzchowski konnte sich doch gar nicht auszeichnen. Ich hoffe, er kann das in den nächsten Wochen.“ Schaaf ärgerte viel mehr, dass „wir erst mit zehn Mann engagierter gespielt haben“. Nach einer Stunde war Bremens Stürmer Markus Daun nach einem üblen Foul an Marek Nikl vom Platz geflogen. Er hatte die Rote Karte gesehen.

Werder wartet in der Rückrunde noch immer auf den ersten Sieg. Vielleicht wird es ja am nächsten Sonnabend besser, da kommt Cottbus. So wenig Tore wie die Lausitzer hat kein anderer Klub geschossen. Aber was heißt das schon bei den Bremer Torhütern.

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