Sport : Neun Bewerber für fünf Plätze

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Berlin (jöwe). Das Istaf hat im Wettbewerb um den Status als Golden-League-Meeting einen Konkurrenten mehr als angenommen. Insgesamt neun Städte sind im Rennen. Wie berichtet, hatte der Leichtathletik-Weltverband IAAF beschlossen, die bisher aus sieben Meetings bestehende Serie auf fünf Veranstaltungen zu kürzen. Diese Regelung gilt allerdings erst ab nächstes Jahr. In dieser Saison wird die Golden League nach wie vor aus sieben Stationen bestehen: Oslo, Rom, Paris, Monte Carlo, Zürich, Brüssel und Berlin.

Neue Bewerber um ein Golden-League-Meeting sind Stockholm und London. Die britische Bewerbung war erwartet worden, die schwedische dagegen eher nicht. Als sicher gilt allerdings, dass Monte Carlo aus diesem Kreis ausscheiden wird. In Monaco wird zukünftig regelmäßig das Grand-Prix-Finale ausgetragen. Eine Entscheidung bezüglich der zukünftigen Golden-League-Städte will die IAAF noch in diesem Monat fällen.

Am vergangenen Montag waren der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Clemens Prokop, und Werner Gegenbauer zu Gesprächen mit der IAAF nach Monte Carlo gereist. Gegenbauer, der Präsident der Berliner Industrie- und Handelskammer, ist der Hauptgesellschafter der Leichtathletik-Veranstaltungs-GmbH (LVG). Die LVG hatte von der bankrotten Istaf-GmbH die Rechte übernommen. Die erforderlichen Bewerbungsunterlagen wurden bei der IAAF eingereicht. „Es wäre eine Katastrophe, wenn Berlin den Golden-League-Status verliert. Der DLV betrachtet die Renovierung des Olympiastadions mit der neuen Laufbahn als Verpflichtung“, sagte Clemens Prokop gegenüber der Deutschen Presseagentur.

Als sichere Kandidaten gelten nur Zürich und Brüssel. Diese beiden Meetings gehörten wie Berlin und Oslo bereits zum Vorgänger der Golden League, den Golden Four. Dies könnte eventuell ein Vorteil für dieses Quartett sein. Während das Berliner Meeting sich nach der Pleite der Istaf-GmbH erst noch neu formieren muss, haben aber auch die anderen Bewerber Mankos. Das Stadion in Oslo verfügt zurzeit lediglich über sechs und nicht über acht Rundbahnen. Rom hat beispielsweise eine schlechte Zuschauerresonanz, Paris soll TV-Probleme haben.

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