Sport : Neun Tage vor Olympia: Streit um Dopingkontrollen beigelegt

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Turin - Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Turin haben das Internationale Olympische Komitee (IOC) und Italiens Regierung ihren Streit über die Dopingkontrollen ausgeräumt. Demnach setzt die Regierung ein Dekret, nach dem staatliche Behörden dafür zuständig sind, für die Dauer von zwei Monaten aus. Für die Kontrollen hat das IOC die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada beauftragt. Experten der italienischen Behörden sollen beteiligt werden.

Bislang hatte die Regierung darauf bestanden, dass Doping-Verfolgung ausschließlich Sache der Behörden sei. Danach hätten Polizei und Staatsanwaltschaft in den drei Olympischen Dörfern Razzien vornehmen sowie Sportler unter Dopingverdacht verhören und festnehmen können. Wada-Präsident Richard Pound kündigte am Dienstag an, dass seine Organisation in Turin mit neuen Testverfahren arbeiten werde, etwa für Designer-Steroide. Trotz der Einigung über die Kontrollen hält Pound es für möglich, dass die italienischen Behörden Dopingvergehen nach den Winterspielen strafrechtlich verfolgen. dpa

Die Vorbereitungen in Turin: Seite 3

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