Sport : Neun Treffer in Frankfurt

Köln verliert 3:6 gegen die Eintracht

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Frankfurt am Main Mit einer desolaten Vorstellung im Aufsteigerduell mit Eintracht Frankfurt hat der 1. FC Köln seinen Niedergang in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt und die Diskussionen um Trainer Uwe Rapolder verstärkt. Beim 3:6 (1:4)-Debakel kassierten die Kölner ihre fünfte Niederlage in Serie und rutschten in der Tabelle in die Abstiegszone ab. Ioannis Amanatidis, Marko Rehmer, Chris, Benjamin Köhler, Alexander Meier und Du-Ri Cha erzielten die Tore für die kämpferisch und spielerisch überzeugenden Gastgeber. Albert Streit, Lukas Podolski und Özalan Alpay trafen für Köln.

Mit dem Schwung vom ersten Saison-Auswärtssieg in Duisburg legte die Eintracht stark los und hätte schon nach 25 Sekunden in Führung gehen können, als Meier frei vor dem Tor auftauchte, der Schuss des Mittelfeldspielers aber abgeblockt wurde. Nur eine Minute danach besorgte Amanatidis auf Zuspiel von Sturmpartner Francisco Copado das frühe 1:0. Dabei zeigte sich die Kölner Abwehr wie im gesamten Spielverlauf nicht auf der Höhe ihres Könnens.

Zwar schlug der Ex-Frankfurter Streit nach fünf Minuten für Köln zurück, doch Sicherheit verlieh dies den Gästen nicht. Die Eintracht eroberte sich im Mittelfeld dank der Zweikampfstärke von Jermaine Jones und Chris fast jeden Ball und konnte im Angriff beliebig schalten und walten. Folgerichtig besorgte der aufgerückte Innenverteidiger Rehmer die erneute Führung, die Chris nach einer knappen halben Stunde auf Vorlage des überzeugenden Meier ausbaute.

Die Kölner, bei denen Nationalstürmer Podolski von Aleksandar Vasoski abgemeldet wurde, fielen danach völlig auseinander. Frankfurt berauschte sich am eigenen Spiel und kam nach Meiers Traumpass auf Köhler zum nächsten Treffer. Für die Kölner Fans war dies das Signal zum Aufbruch, sie verließen in Scharen das Stadion.

In der Halbzeit reagierte Rapolder und brachte mit Sebastian Schindzielorz sowie Björn Schlicke neue Defensivkräfte. Zudem versuchte der Trainer mit einer System-Umstellung auf Dreierkette der Frankfurter Übermacht im Mittelfeld zu begegnen. Doch erst nach Podolskis Elfmetertor kamen die Gäste auf, weil die Eintracht sich zurückzog und auf die Verteidigung konzentrierte. Dennoch kontrollierte Frankfurt die Partie weiter und geriet nur bei einem Schuss von Streit, den Nikolov parierte, in Bedrängnis. dpa

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