Sport : Neunter Auswärtssieg in Serie – Eisbären schlagen Augsburg 4:2

Michael Klein

Augsburg - Es ist schon erstaunlich, was den Eisbären zurzeit in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) in fremden Stadien gelingt. Am Sonntag kamen die Berliner im Augsburger Curt-Frenzel-Eisstadion beim 4:2 (1:1, 2:1, 1:0)-Erfolg über die Panther bereits zu ihrem neunten Auswärtssieg in Folge. Dass die Eisbären bei den abstiegsgefährdeten Schwaben wie schon in ihren jüngsten Spielen nicht immer spielerischen Glanz verbreiteten, verkommt angesichts der Berliner Siege in Serie zur Nebensache. Das findet auch Pierre Pagé. „Ein schönes Spiel ist interessant, aber ein Sieg ist wichtiger“, findet der Trainer der Eisbären.

Der Weg zum gestrigen Auswärtssieg gestaltete sich für den Deutschen Meister gestern allerdings als recht hart. Nach einem Fehlpass von Verteidiger Micki Dupont bei Berliner Überzahl lag der Außenseiter durch ein Tor von Jay Henderson schon früh in Führung. Danach hatten die Berliner zwar viele Torchancen, kamen aber erst kurz vor Ende des ersten Drittels durch Sven Felski zum Ausgleich. Arvids Rekis gelang kurz nach der ersten Pause im Powerplay das 2:1 für die Panther. Erst danach wurde das Spiel der Eisbären effektiver. Mark Beaufait traf zum 2:2. Das Tor fiel bei Überzahl der Berliner, die sich dann auch in Unterzahl geschickt anstellten: Florian Busch bediente Steve Walker mit einem Pass, der Berliner Kapitän schloss den Konter erfolgreich ab, indem er Augsburgs Torwart Rolf Wanhainen keine Abwehrchance ließ. Im letzten Drittel bestätigte dann Christoph Gawlik einmal mehr, dass er momentan das effektivste deutsche Stürmertalent ist: Drei Spielminuten vor Schluss erzielte der 18-Jährige das 4:2 für die Eisbären. Es war bereits Gawliks achtes Saisontor in im 35. Spiel. Die Augsburger Spieler beschwerten sich allerdings, sie hatten ein irreguläres Tor gesehen. Auch ihre Fans beruhigten sich nicht – Schiedsrichter Axel Rademaker aus Krefeld hatte dafür kein Verständnis und schickte wegen anhaltenden Spielerproteste einen Augsburger auf die Strafbank. Als wenig später die Schlusssirene ein eher unattraktives Spiel beendete, wird auch Rademaker erleichtert gewesen sein.

Nur 3189 Zuschauer hatten die Eisbären in Augsburg sehen wollen. Da war in den DEL-Stadien gestern doch erheblich mehr los: Nürnberg besiegte Tabellenführer Ingolstadt vor 7040 Zuschauern 2:0 und Mannheim schlug Hamburg im zweiten Spitzenspiel vor 10 500 Besuchern 3:2 nach Penaltyschießen. Weil die Kölner Haie gestern überraschend 3:7 in Iserlohn verloren, rückten die Eisbären auf den zweiten Tabellenplatz vor. Dort rangieren sie nur noch einen Punkt hinter Ingolstadt, wobei die Bayern 41 Spiele und somit zwei Spiele mehr absolviert haben als die Berliner.

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