Neuzugang für's Tor : Marcel Höttecke soll zu Union kommen

Torwart Marcel Höttecke von Borussia Dortmund steht vor einem Wechsel zum 1. FC Union. Er soll die Konkurrenz auf der Torwartposition bei den Köpenickern ankurbeln.

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Bald in Köpenick? Torwart Marcel Höttecke.
Bald in Köpenick? Torwart Marcel Höttecke.Foto: dpa

Eine ganze Weile kümmert sich der 1. FC Union schon um die kommende Saison. Längst hat der Berliner Fußball-Zweitligist bei noch vier ausstehenden Partien das Saisonziel Klassenerhalt im Prinzip bewältigt: Das schafft Planungssicherheit. Und so ist Teammanager Christian Beeck in diesen Wochen „permanent in Gesprächen mit Spielern und Beratern“, wie er selbst sagt. Alles für einen stärkeren und stabileren 1. FC Union in der Spielzeit 2010/2011. Nun werden aus Gesprächen erste konkrete Maßnahmen. Mit Marcel Höttecke vom Drittligisten Borussia Dortmund II haben die Köpenicker offenbar einen neuen Torhüter gefunden. Während Dortmunder Vereinskreise den möglichen Transfer bereits bestätigten, hielt sich Beeck bis gestern bedeckt – zumindest dementierte er den Zugang nicht.

Dass Union auf der Position des Torwarts Verstärkung sucht, ist nicht neu. Ziel ist die Konkurrenz auf der Position zu verschärfen, da Stammtorwart Jan Glinker, der noch bis 2011 bei Union unter Vertrag steht, bislang in Carsten Busch keinen wirklich wettbewerbsfähigen Kontrahenten im eigenen Team besitzt. „Eine starke Nummer zwei wäre gut“, sagt Glinker. Höttecke könnte die sein, allein der Erfahrung wegen. Der 1,99 Meter große Blondschopf hütete dreimal in der U-20-Nationalmannschaft das Tor und absolvierte im Jahr 2008 fünf Bundesligaspiele für Borussia Dortmund. Zuletzt wurde der 22-Jährige jedoch nur noch in der zweiten Mannschaft des BVB berücksichtigt, mit der er im Moment gegen den Abstieg spielt. Sein im Sommer auslaufender Vertrag bei der Borussia hat ihn seit einiger Zeit ins Blickfeld anderer Vereine gerückt – auch Energie Cottbus soll schon einmal Interesse bekundet haben. Nun allerdings wird Höttecke aller Voraussicht nach den Ligarivalen aus Berlin-Köpenick verstärken.

Überhaupt stehen im Unioner Kader einige Veränderungen an. Der ehemalige Kapitän Daniel Schulz, in der laufenden Saison bei den Köpenickern kaum berücksichtigt, steht wohl vor einem Wechsel nach Ingolstadt – und die Verträge einiger älterer Profis laufen aus. Dafür plant Beeck mit einigen Neuverpflichtungen, „damit wir uns insgesamt verbessern. Darum muss es gehen.“ Konkreter wird der Teammanager nicht. Womöglich auch, weil nicht alle Wunschspieler die Bitten nach einem Wechsel erhören: Entweder kommt Union zu spät oder die finanziellen Mittel langen nicht. Bei Duisburgs Christian Tiffert und Rostocks Mario Fillinger soll der Klub beispielsweise abgeblitzt sein.

In Sachen Torwart ist er offenbar schon einen Schritt weiter. Wenn Marcel Höttecke Ende der Woche den medizinischen Check besteht, wird er künftig wohl in Berlin auflaufen. Und Christian Beeck hätte bei der Zusammenstellung des neuen Kaders eine Sorge weniger.

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