Sport : New Yorks Olympiapläne gestört

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New York/London Die New Yorker Bewerbung für die Austragung der Olympischen Spiele 2012 hat ernsthaft Schaden genommen. Der eigentlich fest eingeplante Bau des Olympiastadions am Hudson River in Manhattan steht plötzlich wieder zur Disposition. Die Cablevision Systems Corporation hat dem Eigentümer des begehrten Baugrunds 500 Millionen Dollar mehr für den Landerwerb geboten als die Stadionplaner. Cablevision als Besitzer des drei Straßen entfernten Madison Square Garden möchte aus Konkurrenzgründen die Errichtung eines Stadions für 75000 Zuschauer verhindern und stattdessen einen Büro- und Wohnkomplex bauen. Eine Standort-Alternative für die Olympia-Arena gibt es nicht.

Mehr als die Zusicherung, dass das Problem bis zur Vergabe der Spiele 2012 am 6. Juli „definitiv“ gelöst sein wird, kann New York bislang nicht geben. Die Frage ist, ob sich die Evaluierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees, die heute zu einer viertägigen Stadtbesichtigung eintrifft, damit zufrieden gibt. Auf jeden Fall dürften die Chancen der Favoriten Paris und London steigen, die sich neben Madrid und Moskau ebenfalls um die Austragung bewerben. dpa

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