Sport : NHL berät über Arbeitskampf

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New York Der Tag der Entscheidung naht: Am 14. Januar 2005 werden sich die 30 Klubchefs mit der Führungsspitze der Liga treffen, um definitiv zu entscheiden, wie es mit der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL weitergehen soll. Und sie wollen insbesondere klären, ob es in dieser Saison überhaupt noch einmal losgeht. In dem schon weit über drei Monate währenden Arbeitskampf zwischen der Spielergewerkschaft NHLPA und der Ligaführung um die Einführung von Gehaltsobergrenzen, dem so genannten Salary Cap, hatte es in den vergangegen Wochen keinerlei Annäherungen gegeben. Über 320 Profis hatten daher Übergangsverträge in Europas Ligen unterschrieben.

Zuletzt hatte NHL-Chef Gary Bettman den Vorschlag der Gewerkschaft, die Gehälter aller Profis pauschal um 24 Prozent zu kürzen, demonstrativ abgelehnt. Daraufhin hieß es, dass es keine weiteren Gespräche mehr geben werde. Selbst auf Angebote externer Vermittler, wie des kanadischen Premierministers Paul Martin, wurde beiderseits verzichtet. Ob nun die Verständigung auf den Termin am 14. Januar ein Schritt des Aufeinanderzugehens ist oder nur die Absage verkündet wird, bleibt fraglich.

Nachdem bereits 470 Spiele abgesagt wurden, wird in jedem Falle der Zeitplan knapp. Es muss mit einem Vorlauf von sechs Wochen vor dem ersten Bully gerechnet werden. Der Spielbetrieb könnte also nicht vor Anfang März aufgenommen werden. Nach dem Willen der NHL sollen die Klubs zwischen 34 und 39 Millionen Dollar pro Saison für Spielergehälter ausgeben. Während Einigkeit über ein Minimalgehalt von 800 000 Dollar besteht, müssten die 41 Topverdiener mit einem Jahreseinkommen von mindestens fünf Millionen Dollar Einbußen von bis zu 35 Prozent hinnehmen. Laut NHL soll dies bis 2007 eine Kostenentlastung von 509 Millionen Dollar bringen. dpa

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