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Der Puck tanzt auf der Linie: Im zweiten Finalspiel hatte Tampa Bay letztlich das nötige Glück und gewann mit 4:3.

© afp

NHL - Stanley-Cup-Finale: Tampa Bay Lightning gleicht gegen Chicago Blackhawks aus

Tampa Bay Lightning hat in der Eishockey-Liga NHL nach elf Jahren wieder eine Partie der Endspielserie um den Stanley Cup gewonnen. Nach dem 4:3-Sieg gegen die Chicago Blackhawks steht es nun 1:1 in der Serie, die nächsten beiden Partien finden in Chicago statt.

In den Endspielen um den Stanley Cup der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL ist Tampa Bay Lightning der erste Sieg gelungen. Die Mannschaft aus Südflorida gewann am Samstag (Ortszeit) in der heimischen Amalie Arena gegen die Chicago Blackhawks mit 4:3. Tampa gelang somit in der Best-of-seven-Serie vor den kommenden beiden Auswärtsspielen am Montag und Mittwoch in Chicago der wichtige Ausgleich zum 1:1.

Wie schon beim 2:1-Sieg der Gäste zum Finalauftakt lieferten sich beide Teams ausgeglichene und spannende Partie. „Ich denke, wir waren heute viel aggressiver als im ersten Spiel. Das war ein großer Unterschied“, sagte Tyler Johnson. Der Stürmer hatte die Gastgeber in der 34. Minute mit seinem 13. Playoff-Tor 3:2 in Führung gebracht. Mit diesem Vorsprung ging Tampa auch in den Schlussabschnitt.

Tampa Bay Lightning nutzte ein Überzahl-Spiel zum Siegtreffer

Chicagos Verteidiger Brent Seabrook traf mit einem Schlagschuss zum 3:3 (44. Minute). Anschließend musste sein Teamkollege Patrick Sharp innerhalb von 2:18 Minuten zweimal auf die Strafbank - zunächst wegen Stockschlagens gegen Anton Stralman, dann wegen eines zu hohen Stocks gegen Ryan Callahan. Die zweite Überzahl nutzte Tampa durch Jason Garrison zum Siegtreffer. Der Verteidiger überwand Blackhawks-Torwart Corey Crawford mit einem leicht abgefälschten Schlagschuss aus rund zehn Metern zum 4:3. „Wir wissen, dass sie ihre Chancen bekommen und Tore schießen werden. Aber das Entscheidende ist, wie du darauf reagierst“, sagte der Siegtorschütze.

Chicagos Sharp übernahm die Verantwortung für die Strafzeiten und das letztlich entscheidende Gegentor. „Ich glaube, sowas ist mir noch nie zuvor passiert. Ich entschuldige mich bei unseren Unterzahl-Spielern, die ich unter ziemlichen Druck gesetzt habe“, meinte der Stürmer. Für sein Team war es die erste Final-Niederlage seit dem 17. Juni 2013. Damals hatten die Blackhawks Spiel drei der Endspielserie bei Dennis Seidenberg und den Boston Bruins 0:2 verloren, sich aber dennoch den Titel in sechs Partien geholt.

Tampa behielt durch das 4:3 in den diesjährigen Playoffs seine weiße Weste in einem zweiten Spiel. Der Club feierte zugleich den ersten Erfolg in einem Stanley-Cup-Endspiel seit dem 7. Juni 2004, als Tampa durch ein 2:1 gegen die Calgary Flames der entscheidende siebte Sieg zum Gewinn des Stanley Cups gelang. Seitdem hatte Lightning nicht mehr das Finale erreicht. (dpa)

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