Sport : Nicht der Tag für Underdogs

US Open: Haas siegt mit Mühe, Kiefer scheidet aus

Petra Philippsen

New York - Es war eines dieser Matches, die das amerikanische Publikum in Flushing Meadows so liebt. Die Rollen sind eigentlich klar verteilt, doch plötzlich wehrt sich der vermeintliche Underdog mehr, als man es von ihm erwartet hätte. Wie der deutsche Qualifikant Philipp Petzschner gegen Thomas Haas in der zweiten Runde der US Open. Mit mutigen Netzangriffen und perfekten Passierschlägen düpierte er die deutsche Nummer eins immer wieder. Dass die Partie doch noch mit 4:6, 6:3, 6:2 und 7:5 an den Favoriten ging, lag vor allem an Haas’ Abgebrühtheit in den entscheidenden Momenten. Der Unterlegene, Nummer 290 der Welt, freute sich dennoch über das Match seines Lebens: „Wir haben den Zuschauern etwas geboten. Ich habe Tommy hinterher gesagt, dass ich noch nie so viel Spaß auf dem Platz hatte.“ Und auch Haas hatte viel Lob für Petzschner übrig: „Heute hat man wieder gesehen, dass das Ranking nichts über die Qualität eines Spielers aussagt. Ich musste für diesen Sieg an meine Grenzen gehen.“ Für Haas geht es in der dritten Runde am Samstag gegen den Franzosen Sebastien Grosjean.

Dass die aktuelle Nummer vier der Welt nach einjähriger Verletzungspause noch eine Nummer zu groß für ihn ist, musste dagegen Nicolas Kiefer bei seiner 2:6, 2:6, 2:6-Niederlage gegen den Russen Nikolaj Dawidenko erfahren. Kiefer konnte an seine starke Leistung aus der ersten Runde nicht anknüpfen. „Ich habe verdient verloren“, sagte er. Auch Michael Berrer schied aus. Der Stuttgarter unterlag dem Letten Ernests Gulbis 6:7 (4:7), 2:6, 1:6. Petra Philippsen

0 Kommentare

Neuester Kommentar