Sport : Nicht fit fürs Pokalfinale

Nürnberg unterliegt dem Hamburger SV 0:2

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Nürnberg - Der 1. FC Nürnberg ist zwei Wochen vor dem DFB-Pokalfinale in Berlin völlig von der Rolle. Die kraftlos agierenden Franken verloren am Samstag gegen den auswärts erneut stark auftrumpfenden Hamburger SV mit 0:2 (0:2) und blieben durch die zweite Heimniederlage der Saison auch im vierten Spiel in Serie ohne Sieg. Für die Gäste, die sich nun wieder Hoffnung auf die Teilnahme am UI-Cup machen dürfen, trafen vor 47 000 Zuschauern im ausverkauften Stadion der überragende Antreiber Rafael van der Vaart und David Jarolim innerhalb von drei Minuten kurz vor der Pause. Der 1. FC Nürnberg hingegen enttäuschte beim letzten Heimauftritt der Saison auf ganzer Linie und musste sich sogar Pfiffe seiner Fans gefallen lassen.

„Niederlagen sind die denkbar schlechteste Vorbereitung auf das Pokalfinale“, hatte Nürnbergs Trainer Hans Meyer vor dem Spiel gesagt. Doch seine Profis nahmen sich die Ermahnungen nicht zu Herzen. Nicht die Hausherren, bei denen Routinier Tomas Galasek wegen seiner Rot-Sperre fehlte, dominierten von Beginn an die insgesamt mäßige Partie, sondern die Hamburger: Nigel de Jong verpasste auf Zuspiel von van der Vaart nur knapp, wenig später schoss van der Vaart aus 25 Metern über das Tor der Nürnberger.

Fortan verflachte die Partie, das Aufregendste waren lange Zeit die Ergebniseinblendungen von den anderen Plätzen. Die Franken spielten zerfahren und ohne jede Gefahr nach vorne. Der Mannschaft war deutlich anzumerken, dass die erstmals von Beginn an agierenden Marek Mintal und Dominik Reinhardt für das Pokalfinale noch jede Menge Spielpraxis benötigen. Es dauerte bis zur 36. Minute, ehe Iwan Sajenko HSV-Torhüter Frank Rost aus 17 Metern erstmals ernsthaft prüfte.

Doch die Hanseaten ließen sich nicht davon beeindrucken und zeigten einmal mehr, wie stark sie auf fremden Plätzen zu spielen vermögen. Mit einem unhaltbaren Freistoß erzielte Rafael van der Vaart aus 28 Metern die Führung für sein Team. Nur zwei Minuten später war ausgerechnet der frühere Nürnberger David Jarolim zur Stelle und stellte endgültig die Weichen zum sechsten Auswärtserfolg für das Team von Trainer Huub Stevens.

Nach dem Wechsel verpassten es die Hanseaten gegen die enttäuschenden Nürnberger, noch mehr Tore zu schießen und einen noch höheren Sieg zu erringen. dpa

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