Sport : Nicht nur Siege führen in die Play-offs

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Svetislav Pesic, der Trainer des Deutschen Basketball-Meisters Alba Berlin, hält sich mit Prognosen immer sehr zurück. Doch jetzt sagt er: "Ich glaube, dass wir in die Play-offs kommen." Sein Optimismus ist begründet: Einen Sieg benötigen die Berliner in der Europaliga noch, um mit Sicherheit das vor Saisonbeginn formulierte Ziel zu erreichen, nämlich in die Runde der besten 16 Teams Europas einzuziehen. Und die beste Gelegenheit dazu haben die Berliner morgen Abend (20 Uhr/Schmeling-Halle) gegen ZSKA Moskau. Albas Spielmacher Vladimir Bogojevic spricht von einem "kleinen Endspiel", in dem die Chancen 50:50 stünden.

Echten Finalcharakter hat das Aufeinandertreffen noch nicht, denn auch der Verlierer hat am letzten Spieltag in einer Woche trotzdem noch die Chance, sich einen Play-off-Platz zu sichern. Die Play-offs erreicht haben bereits Barcelona und Treviso. Um die beiden anderen Plätze streiten sich Moskau (acht Siege/sechs Niederlagen), Alba (7/7) und Tofas Bursa (6/8). "Wir wollen spielen und gewinnen, nicht rechnen", sagt Pesic mit Blick auf die nicht gerade einfache Ausgangssituation. Rechnen lohnt sich trotzdem: Da Alba nämlich im direkten Vergleich (zählt bei Punktgleichheit) zu Bursa besser ist, verlören die Berliner ihren Play-off-Platz nur, wenn sie kein Spiel mehr gewinnen sollten, die Türken jedoch ihre beiden noch ausstehenden Partien für sich entschieden. Auch Moskau ist noch nicht ganz "durch". ZSKA ist im direkten Vergleich schlechter als Bursa. Bei zwei Moskauer Niederlagen und gleichzeitig zwei Tofas-Erfolgen hieße der große Verlierer ZSKA.

So wird der Russische Meister mit dem ehemaligen Alba-Spieler Wassili Karassew an der Spitze morgen auch alles daran setzen, sich die Play-off-Teilnahme gleich im ersten Anlauf zu sichern. In Moskau hatten die Berliner eine starke Leistung gezeigt und mit 76:71 gewonnen. "Große Geheimnisse gibt es nicht mehr", meint Pesic. Zu gut kennen sich die beiden Mannschaften inzwischen, die sich in der Euopaliga in den vergangenen vier Jahren schon dreimal gegenüberstanden.

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