Sport : „Nicht viele machen gleich ein Tor“

Gilberto über seinen ersten Treffer für Hertha

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Ihr erstes Spiel und gleich ein Tor – sind Sie heute trotz des verschenkten Sieges glücklich?

Ja, denn es gibt nicht viele Spieler, die im ersten Spiel gleich ein Tor machen. Es ist schade, dass wir nicht gewonnen haben, aber ich bin zufrieden mit dem, was ich auf dem Platz geleistet habe.

Nach Ihrem Tor sind Sie zur Auswechselbank gestürmt und dort im allgemeinen Jubel verschwunden. Wollten Sie einen bestimmten Spieler umarmen?

In Brasilien feiere ich meine Tore immer mit den Spielern von der Bank, weil sie uns positive Energie geben. Sie würden auch gerne dabei sein, aber sie dürfen nicht und feuern uns trotzdem an. Deshalb teile ich meine Freude mit ihnen.

Hat es Sie gefreut, dass das Spiel in Brasilien im Fernsehen gezeigt wurde?

Es ist immer gut, wenn die Leute in Brasilien sehen können, was hier für eine Arbeit geleistet wird. Natürlich ist das auch für meine Familie schön.

Sie sind in der 85. Minute ausgewechselt worden. Fühlen Sie sich fit genug, um auch die volle Spielzeit auf dem Platz zu stehen?

Ich habe mich sehr wohl gefühlt auf dem Platz. Für den ersten Spieltag haben wir schon sehr gut gespielt. Die Auswechslung muss ich akzeptieren. Alle wollen durchspielen. Aber der Trainer weiß besser als ich, was gut für die Mannschaft ist.

Sie hatten noch eine riesige Chance zum 3:0. Wie haben Sie diese Situation erlebt?

Ich stand alleine vor dem Torwart und wollte den Ball über ihn heben. Er hat ihn gehalten. Leider hat Marcelinho danach nur den Pfosten getroffen.

Wie läuft Ihr Zusammenspiel mit Marcelinho?

Er hat mir schon sehr geholfen. Auch außerhalb des Platzes unterstützt er mich. Die anderen Spieler geben sich aber ebenfalls viel Mühe. Ich versuche, das auf meine Weise zurückzugeben. Nicht mit Worten, dazu spreche ich noch nicht gut genug Deutsch. Aber mit Gesten.

Aufgezeichnet von Friedhard Teuffel.

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