Sport : Nichts da

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Berlin. Spielen die Berlin Capitals kommende Saison doch in der zweiten Liga? Gestern Morgen schien es so, als sei der vom Eishockey-Klub verkündete Verzicht auf die Zweitliga-Lizenz hinfällig. Wolfgang Kühnel, Insolvenzverwalter der im April in Insolvenz gegangenen Berlin Capitals GmbH, hatte mitgeteilt, dem Klub nun doch einen Start in der Zweitklassigkeit zu gestatten. Allerdings nur unter der Bedingung, dass die Capitals im Falle des Aufstiegs 500 000 Euro an ihn entrichten. Doch Capitals-Chef Lorenz Funk erklärte kategorisch: „Nichts da. Wir planen für die Regionalliga." So wird es wohl nichts mit einer Auferstehung der in fast monatlichem Rhythmus tot gesagten Capitals im höherklassigen Eishockey.

Warum die Capitals nun nicht mehr wollen und können, erläuterte der auf der Hauptversammlung des Stammvereins zum Vorsitzenden ernannte Funk: „Unser Geldgeber hat sich zurückgezogen. Wenn kein Wunder geschieht, ist die zweite Liga nicht finanzierbar.“ Dennoch wollen die Capitals aus formalen Gründen beim Deutschen Eishockey Bund (DEB) eine Fristverlängerung zur Erfüllung der Auflagen bis zur Gesellschafterversammlung der Zweitligisten am 5. Juli beantragen. „Wir wollen uns nicht nachsagen lassen, nicht alle Fristen ausgeschöpft zu haben“, sagt Funk.

Also nicht mehr als eine weitere Sommerkapriole in der an Ungereimtheiten nicht eben armen Geschichte der Capitals – nun zwar nicht mehr als GmbH, sondern unter dem Status eines eingetragenen Vereins? Im Gegenteil, findet Lorenz Funk. „Wir sind ehrlich. Zweite Liga, das sind doch alles nur Hirngespinste. Wieder so rumstolpern wie früher? Nicht mit mir.“ Das hat sich noch vor kurzem anders angehört, da war das Thema zweite Liga noch das allerliebste des Lorenz Funk. Claus Vetter

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