• Nicolas Kiefer macht alles klar, Patrick Rafter und Pete Sampras scheiden wegen Verletzungen aus

Sport : Nicolas Kiefer macht alles klar, Patrick Rafter und Pete Sampras scheiden wegen Verletzungen aus

Fast eine Woche vor dem Start der US Open ist mit Nicolas Kiefer (Holzminden) nur noch ein deutscher Tennisspieler bei den drei Hartplatz-Generalproben in den USA im Rennen. Der 22-Jährige gewann am Donnerstag (Ortszeit) sein Achtelfinalmatch in Washington gegen John Van Lottum (Holland) in einer Stunde und 38 Minuten mit 7:5, 6:2. "Ich habe nicht aufgepasst und einen schlechten Start erwischt, aber im zweiten Satz konnte ich mit fünf Spielgewinnen in Folge schnell alles klarmachen", meinte Kiefer, der im Viertelfinale des mit 725 000 Dollar dotierten ATP-Turniers auf Jan Kroslak (Slowakei) trifft.

Kiefer, momentan die Nummer 16 der Welt, ist auf dem besten Weg, den Weltranglisten-15. Thomas Haas (München) mit einem guten Abschneiden in Washington als Nummer Eins im deutschen Herrentennis abzulösen. "Das letzte Mal habe ich gegen Kroslak gewonnen, und wenn ich gut beginne, dürfte ich auch diesmal keine Probleme bekommen", sagte Nicolas Kiefer optimistisch.

Eine Lehrstunde erhielt dagegen Björn Phau aus Leverkusen in der dritten Runde gegen den US-Amerikaner Andre Agassi. Der Weltranglisten-Dritte aus Las Vegas machte mit dem jungen Deutschen kurzen Prozess und gewann locker mit 6:1, 6:3.

Zwei andere Topspieler kämpfen noch mit gesundheitlichen Problemen. Beim mit 870 000 Dollar dotierten ATP-Turnier in Indianapolis gewann Patrick Rafter (Australien) zwar sein Drittrundenspiel gegen Daniel Nestor (Kanada) mit 7:6 (7:5), 6:2, doch konnte er zum nächsten Match wegen einer Schulterverletzung nicht antreten. "Ich ziehe meine Teilnahme hier und auch nächste Woche in Long Island zurück, um vor den US Open eine Ruhepause zu haben", sagte der Weltranglisten-Vierte, der Überbelastung als Grund für die Verletzung angab: "Ich habe in den vergangenen drei Jahren einfach zu viel Tennis gespielt."

Mit Muskelproblemen hatte auch Pete Sampras (USA) in Indianapolis zu kämpfen. Der Weltranglisten-Erste, der in der dritten Runde gegen Max Mirnyi (Ukraine) 7:6 (7:4), 6:3 die Oberhand behielt, musste während des Matches am rechten Arm behandelt werden. "Mein Arm ist müde, und der Arzt hat heiße Salbe draufgetan. Das war alles", meinte Sampras, der seine Siegesserie auf imponierende 24 Spiele in Folge ausbaute. Nach Turniererfolgen in Queens, Wimbledon, Los Angeles und Cincinnati ist der Amerikaner ohne Frage der derzeit dominierende Spieler auf der Tour und großer Favorit für das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres in Flushing Meadows.

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