Niederlage : DHB-Team verpasst Turniersieg

Handball-Weltmeister Deutschland hat durch die erste Niederlage nach zwei Erfolgen den Sieg beim Vier- Nationen-Turnier im spanischen Algeciras verpasst.

AlgecirasGegen den gastgebenden Weltmeister von 2005 erlitt die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Sonntag eine 17:28 (8:15)-Schlappe und kassierte fünf Tage vor Beginn der WM die erste Niederlage in diesem Jahr. Zuvor hatte der EM-Vierte beim "Memorial Domingo Bárcenas" gegen Portugal (26:21) und Argentinien (25:22) gewonnen und belegte in der Endabrechnung Platz zwei hinter dem ungeschlagenen Gastgeber.

Vor 2300 Zuschauern Halle warf Torsten Jansen (4/1) die meisten Tore für die DHB-Auswahl. Der Hamburger sah bereits in der 28. Minute nach einem Foulspiel die Rote Karte durch das spanische Schiedsrichter-Duo Muro/Rodriguez. In der 52. Minute musste auch Oliver Roggisch nach drei vorzeitig Zeitstrafen vom Parkett.

"Schade, das Ergebnis spiegelt nicht die wahre Leistungsstärke wieder. In der zweiten Halbzeit haben wir durch eine schwache Chancenauswertung ein besseres Ergebnis vergeben", sagte Bundestrainer Heiner Brand. Kurz vor WM-Beginn muss er um seinen Spielmacher Michael Kraus bangen. Der Lemgoer erlitt in der 32. Minute eine Wadenverletzung und konnte nicht mehr weiter spielen.

Der sechste WM-Test steht an

Bereits am Mittwoch wird die deutsche Mannschaft zur WM nach Kroatien aufbrechen. Erster Gegner in der Vorrundengruppe C in Varazdin ist am Samstag (17.30/RTL) Russland. Die weiteren Kontrahenten sind Tunesien, Algerien, Mazedonien und der WM-Zweite Polen.

Im sechsten und letzten WM-Test präsentierte sich die deutsche Mannschaft engagiert und gegenüber den ersten beiden Turnier-Spielen verbessert. Bis zum 6:7 (17.) war die DHB-Auswahl auf Augenhöhe mit dem Gastgeber. Anschließend nutzte dieser seinen Heimvorteil mit zwei Siebenmetern und einem Gegenstoßtreffer, um gegen die dezimierte deutsche Mannschaft auf 10:6 davonzuziehen.

Während danach Hektik und Unordnung ins deutsche Spiel einzogen, setzte sich Spanien auch dank des starken Torhüters Jose Hombrados bis zur Pause auf 15:8 ab. Auch in den zweiten 30 Minuten fanden die deutschen Spieler kaum Mittel gegen die Offensivwucht der Iberer. Zudem verwarfen die Brand-Schützlinge zu viele Bälle, so dass der Rückstand uneinholbar bis auf 15:26 (52.) anwuchs. (jg/dpa)

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