Sport : Niederlage, die elfte

Albas Basketballer unterliegen Piräus 70:71

Helen Ruwald

Berlin. Rund fünf Minuten waren gespielt, Alba Berlins Basketballer lagen gegen Olympiakos Piräus 3:12 zurück, als das Dance Team des Bundesligisten die griechischen Fans in noch bessere Stimmung brachte. Während Albas Trainer Emir Mutapcic in der Auszeit energisch auf seine Mannschaft einredete, um ein Debakel zu verhindern, tanzten die Frauen in der Max-Schmeling-Halle für den Gegner einen Sirtaki, die Anhänger der Gäste schwenkten fröhlich ihre Fahnen. Feiern durften sie auch am Ende: Am letzten Spieltag der Europaliga-Vorrunde siegte Olympiakos nach dramatischer Schlussphase in Berlin vor 5084 Zuschauern 71:70 (44:33). Damit gewannen die Griechen auch das Fernduell mit Slask Wroclaw und zogen trotz einer 0:5-Niederlagenserie zum Saisonauftakt in die Zwischenrunde ein.

Der Deutsche Meister hingegen war für keine Rekorde, ja nicht einmal für eine Überraschung gut. Er beendet die internationale Saison mit nur drei Siegen und elf Niederlagen auf Rang sieben der Achtergruppe. Albas Kapitän Henrik Rödl saß nach neunmonatiger Verletzungspause erstmals wieder auf der Bank, kam aber nicht zum Einsatz.

Vor zwei Wochen hatte Alba gegen Efes Istanbul (77:61) geglänzt, vor einer Woche bei Benetton Treviso (65:91) eine peinliche Vorstellung abgeliefert. Diese extremen Leistungsschwankungen seit Saisonbeginn hatten dazu geführt, dass es für die Berliner schon lange nicht mehr um den Einzug in die nächste Runde ging.

Die Berliner würden den Gästen den Einzug in die nächste Runde „nicht leicht machen“, hatte der Hallensprecher angekündigt. Tatsächlich kämpfte Alba sich immer wieder auf fünf, sechs Punkte heran, doch postwendend zogen die Griechen wieder davon. Zur Pause lag die Feldwurfquote bei Alba nur bei 42 Prozent, bei Olympiakos hingegen bei 61 Prozent. In der zweiten Halbzeit wurde die Partie besser und spannend. Alba holte immer weiter auf, die Griechen wurden nervös, die deutschen Fans tobten. Nach 29 Minuten gingen die Berliner durch DeJuan Collins erstmals in Führung – 53:51. Das dritte Viertel gewannen die Gastgeber 22:10, zehn Minuten vor Schluss stand es 55:54. Sechs Punkte betrug Albas höchste Führung, Piräus war konsterniert. Doch zwei Minuten vor dem Ende hieß es 65:65, 20 Sekunden vor Schluss 68:69 aus Alba-Sicht. Dann verwandelte Collins zwei Freiwürfe, Sieg für Alba? Nein. 0,8 Sekunden vor dem Ende brachten auch die Griechen zwei Freiwürfe im Korb unter, zum 71:70-Endstand.

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