Niederlage für Kaiserslautern : Reisinger kommt und trifft für Freiburg

Eine gute halbe Stunde lang schien dem SC Freiburg beim 2:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern nichts einzufallen, was die Pfälzer nachhaltig aus der Ruhe hätte bringen können. Dass man dem Senegalesen Papiss Cissé noch am ehesten einen Torerfolg zutrauen musste, sprach sich in der Deckung des FCK allerdings schnell herum.

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Papiss Cissé (l.) beim Torjubel. -
Papiss Cissé (l.) beim Torjubel. -Foto: dpa

Mit mitleidsvoller Anteilnahme hatten die Ausführungen von Robin Dutt wenig zu tun. Man sah dem Freiburger Coach die Erleichterung über den fünften Saisonerfolg an. „Man kann nicht von einer verdienten Niederlage des 1. FC Kaiserslautern sprechen“, sagte Dutt nach dem mühsamen 2:1 (1:1) über den Aufsteiger aus der Pfalz. „Der FCK hätte sicher einen Punkt verdient gehabt.“ Nach dem frühen Rückstand durch Jan Moravek hatten die Freiburger durch die Tore von Papiss Cissé (35.) und Stefan Reisinger (59.) die Partie für sich entschieden. „Wir haben heute auch bewiesen, dass wir nicht nur Fußball spielen, sondern auch Fußball kämpfen können. Wir haben zum dritten Mal ein Spiel gedreht“, sagte Dutt. „Kaiserslautern hat uns alles abverlangt.“

Neben ihm saß FCK-Trainer Marco Kurz, nahm die aufmunternden Worte zur Kenntnis, wollte sie aber eigentlich nicht mehr hören. „Das höre ich immer wieder. Aber man muss nach einem solchen Spiel einfach sagen, sowohl in der Defensive als auch in der Offensive fehlt die letzte Entschlossenheit“, sagte Kurz. „Wir müssen gieriger werden und uns steigern.“ Wirklich schlecht gespielt hatte seine Mannschaft wieder einmal nicht.

Sie hatte trotz guten Flügelspiels und einer gut organisierten Formation in Abwehr und Mittelfeld nur einen Fehler begangen und sich deshalb „selbst geschlagen“ wie Alexander Bugera meinte – sie schoss kein weiteres Tor. „Wir müssen endlich anfangen, uns selbst zu belohnen“, forderte Kapitän Martin Amedick. Nach der fünften Niederlage in Folge befinden sich die Pfälzer in der Krise.

„Da muss zehn Prozent mehr Entschlossenheit kommen, damit muss die Mannschaft jetzt anfangen“, sagte FCK-Klubchef Stefan Kuntz, der weitere Transfers im Winter nicht ausschloss. Vor allem im Sturm plagt den FCK ein kleines Problem, während das Duo Amedick/Rodnei in der Abwehr als gefestigt gilt. Um deren Kopfballstärke zu umgehen, ließ Dutt viele Flanken auf den zweiten Pfosten schlagen. Lange aber hatte der FCK nicht nur Freiburgs besten Torschützen Cissé gut im Griff, sondern das gesamte Spiel.

Nach der Pause eroberte Freiburg mehr Spielanteile. Der FCK hatte dennoch weitere Chancen. Nachdem Stefan Reisinger nach einer Flanke von Felix Bastians aus spitzem Winkel mit einem Gewaltschuss das 2:1 erzielt hatte, traf Amedick die Latte. Zu mehr reichte es nicht. „Jetzt muss im Heimspiel gegen Mönchengladbach der Betze brennen“, so Amedick. „Wir brauchen jetzt Punkte.“

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