Niederlage gegen Adler Mannheim : Eisbären Berlin: 3,5 Sekunden fehlen zum Sieg

Die Eisbären kassieren in Mannheim kurz vor Schluss den Ausgleich und verlieren letztlich noch 3:4 nach Verlängerung.

Der vierfache Plachta. Mannheims Nummer 22 erzielte gegen die Eisbären alle vier Treffer für sein Team und bringt die Adler damit in der Serie 1:0 in Führung. Am Freitag steht das nächste Duell an, dann haben die Eisbären Heimrecht. Foto: Uwe Anspach/dpa
Der vierfache Plachta. Mannheims Nummer 22 erzielte gegen die Eisbären alle vier Treffer für sein Team und bringt die Adler damit...Foto: dpa

Seit dem vergangenen Freitag kennen sie sich bei den Eisbären aus mit Verlängerungen. Und so richteten sich die Spieler von Uwe Krupp am Dienstagabend wohl schon auf den nächsten Marathon ein. Doch diesmal kam es ganz anders. Hatten die Berliner in Straubing noch fast 44 Minuten zusätzlich spielen müssen, ehe das Spiel entschieden war, ging es diesmal ganz schnell – allerdings jubelten diesmal die anderen. Nach nur 20 Sekunden der zusätzlichen Spielzeit erzielte Matthias Plachta den Siegtreffer zum 4:3 (0:1, 2:0, 1:2/1:0) nach Verlängerung für die Adler Mannheim im ersten Viertelfinale der Deutschen Eishockey- Liga (DEL) zwischen den beiden alten Rivalen.

Es war Plachtas vierter Treffer an diesem Abend, den dritten hatte er erst 3,5 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit erzielt. Die Eisbären standen nach einer starken Leistung kurz vor dem ersten Sieg und fuhren schließlich doch mit leeren Händen zurück nach Berlin. „Es ist ein Schuss, dann ist es vorbei. Das ist Overtime. Aber wir haben gut gespielt und müssen jetzt zuhause gewinnen“, sagte Florian Busch nach dem Spiel im Interview bei Telekomeishockey. Am Freitag gibt es das zweite von maximal sieben Duellen der beiden Teams, dann in der Arena am Ostbahnhof.

Vielleicht haben die Berliner vor eigenem Publikum dann etwas mehr Glück. Am Dienstag trafen die Gäste vor 10 889 Fans in Mannheim allein dreimal den Pfosten, dazu wurde ihnen noch ein Treffer nach Videobeweis aberkannt. Nach früher Führung durch Jamie MacQueen hatte Plachta das Spiel ein erstes Mal gedreht, doch Charles Linglet und Julian Talbot ließen die Eisbären mit ihren Toren im letzten Drittel von einem Auswärtssieg träumen.

Der Rest war Dramatik pur. Die Uhr lief herunter als Plachta ein letztes Mal ausholte und tatsächlich noch ausglich. Auch sein nächster Schuss führte zum Tor – es war dann schon der Siegtreffer in der Verlängerung. Die Frage ist nun, wie sich die Eisbären von dieser bitteren Niederlage erholen. Allzu lange sollte sie besser nicht nachwirken. Tsp

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