Niederlage gegen Freiburg : HSV bleibt Mittelmaß

Cissé trifft zum 1:0 gegen den Hamburger SV, der mit einer schwachen Leistung die vierte Auswärtspleite in Serie kassierte.

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Freiburg - Schon nach zehn Minuten schlug Trainer Armin Veh am Spielfeldrand zum ersten Mal die Hände über dem Kopf zusammen. Das blieb auch bis zum Ende der Partie die passende Geste zur 0:1 (0:1)-Niederlage seines Hamburger SV beim SC Freiburg. Der ambitionierte HSV kassierte bereits die vierte Auswärtspleite in Serie und steckt damit weiter im Mittelmaß der Bundesliga. Mehr als Durchschnitt gab die Hamburger Leistung am Samstag auch nicht her.

Nach dem frühen Siegtreffer durch Papiss Demba Cissé in der dritten Minute spielten sich die Gäste nur noch drei magere Chancen heraus. „Immer, wenn wir oben rankommen können, sind wir nicht da“, schimpfte Veh. „Das war zu wenig, wir haben es dem Gegner zu einfach gemacht. Ich bin ziemlich verärgert.“ Sein Kollege Robin Dutt freute sich dagegen über eine „richtig gute, taktisch disziplinierte Leistung“ seines SC. „Wir haben eine reife Spielanlage gezeigt und den Ball gut laufen lassen.“

   Vor 24 000 Zuschauern kamen die Hamburger miserabel ins Spiel: Cissé hatte mit einer Billardaktion zunächst beide Innenpfosten getroffen, ehe er den Ball per Nachschuss doch noch über die Torlinie drückte. Freiburg war anfangs deutlich spielstärker, während sich der HSV zahlreiche Lücken im Abwehrverbund und noch mehr Fehler im Spielaufbau leistete.

   Erst nach 20 Minuten wurden die Gäste besser. Heung Min Son und Tunay Torun tauschten die Positionen, und das nur schwer zu bremsende Talent aus Südkorea vergab aus der neuen Mittelfeld-Rolle heraus gleich die ersten Chancen für sein Team. Die Hamburger dominierten nun zumindest optisch. „Aber wir haben nicht schnell genug gespielt und hatten zu wenig Durchschlagskraft“, sagte Veh.

Nach der Pause wehrten sich die Freiburger wieder mehr, obwohl sie personell einen Rückschlag nach dem anderen zu verkraften hatten. Cedrick Makiadi musste mit einer Muskelverhärtung in der Kabine bleiben, Johannes Flum erlitt nach einem elfmeterverdächtigen Zweikampf mit Heiko Westermann eine Platzwunde. Und Ömer Toprak musste nach 70 Minuten mit einer Schulterverletzung raus. „Ihm droht die nächste Operation. Das ist der einzige Wermutstropfen an unserem Sieg“, sagte Dutt. Zum Glück sei mit Heiko Butscher ein weiterer Abwehrspieler wieder fit. dpa

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